Zuletzt aktualisiert am 10. August 2026 von Selin Alica
Die BAU München ist weit mehr als eine Produktschau für Baustoffe. Sie bildet nahezu den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes ab: von der Planung und Materialwahl über Rohbau, Fassade, Innenausbau und Gebäudetechnik bis zur digitalen Steuerung, Sanierung und Wiederverwendung von Bauteilen. Architekten treffen auf Hersteller, Handwerker auf Softwareanbieter, Projektentwickler auf Modulbauer und Baustoffhändler auf internationale Lieferanten.
Die nächste BAU findet vom 11. bis 15. Januar 2027 auf dem Gelände der Messe München statt. An fünf Messetagen sollen in 19 Hallen Materialien, Technologien und Systeme für den Wirtschafts-, Wohnungs- und Innenausbau präsentiert werden. Zu den Neuerungen gehören die prozessorientierte „BLACK BOX”, ein eigener Bereich für Innenausbau und ein deutlich ausgebauter Schwerpunkt für serielles und modulares Bauen.¹ ⁴ ⁵
Gerade diese Verbindung aus Material, Technik, Gestaltung und Prozesswissen macht die BAU zu einer der wichtigsten internationalen Arbeitsplattformen der Bauwirtschaft. Für Besucher bietet sie einen konzentrierten Marktüberblick. Für Aussteller ist sie ein Ort, an dem Produkte nicht isoliert, sondern im Kontext konkreter Bauaufgaben bewertet werden.
BAU 2027 auf einen Blick
| Merkmal | Angaben |
|---|---|
| Veranstaltung | BAU – Weltleitmesse für Architektur, Materialien, Systeme |
| Termin | 11. bis 15. Januar 2027 |
| Veranstaltungsort | Trade Fair Center Messe München |
| Adresse | Am Messeturm, 81829 München |
| Öffnungszeiten für Besucher | Montag bis Freitag, 9:30 bis 18:00 Uhr |
| Veranstaltungsturnus | alle zwei Jahre |
| Erstveranstaltung | 1964 |
| Hallen 2027 | 19 Hallen einschließlich der „BLACK BOX” in Halle B0 |
| Ausstellungsfläche 2025 | 200.000 Quadratmeter |
| Aussteller 2025 | 2.230 Unternehmen aus 58 Ländern |
| Besucher 2025 | deutlich mehr als 180.000 Fachbesucher |
| Anteil internationaler Aussteller 2025 | 52 Prozent |
| Anteil internationaler Besucher 2025 | 44 Prozent |
| Leitthemen 2027 | Material und Ressource; Klimaschutz und Klimaanpassung; Lebensraum im Wandel; Digitalisierung und Produktivität |
Die Termine weiterer bedeutender Branchenveranstaltungen finden Unternehmen im Messekalender von displayhersteller.
Seit 1964 ein Spiegel der Bauwirtschaft
Die erste BAU wurde 1964 veranstaltet. Damit blickt sie auf eine mehr als 60-jährige Geschichte zurück.² In dieser Zeit haben sich sowohl die Bauwirtschaft als auch die Funktion der Messe grundlegend verändert.
Frühe Ausgaben waren stark von klassischen Baustoffen, Bauteilen und handwerklichen Anwendungen geprägt. Mit der Industrialisierung des Bauens kamen systematisierte Fassaden-, Fenster-, Dach- und Ausbauprogramme hinzu. Später gewannen Gebäudeautomation, Energieeffizienz, digitale Planung und computergestützte Fertigung an Bedeutung.
Ein weiterer Einschnitt war der Umzug der Messe München auf das ehemalige Flughafengelände in München-Riem. Das neue Messegelände wurde am 12. Februar 1998 eröffnet. Die größeren und moderneren Hallen ermöglichten es der Messegesellschaft, Eigenveranstaltungen wie die BAU räumlich weiterzuentwickeln und umfangreiche Produktgruppen zusammenzuführen.¹³
Die Pandemie unterbrach schließlich den gewohnten Rhythmus der Präsenzveranstaltungen. Im Januar 2021 fand anstelle einer klassischen Hallenmesse die BAU ONLINE statt. Rund 217 Aussteller beteiligten sich mit digitalen Präsentationen und Gesprächsformaten.¹⁴ Die nächste Präsenzmesse folgte deshalb erst im April 2023. Sie belegte alle 19 damals verfügbaren Hallen und erreichte 2.260 Aussteller sowie rund 190.000 Besucher.¹⁵
Seit 2025 findet die BAU wieder im Januar statt. Gegenüber der BAU 2023 wurde ihre Laufzeit um einen Messetag auf fünf Tage verkürzt.
Die BAU 2025 als Ausgangspunkt für 2027
Die Ergebnisse der BAU 2025 zeigen, welche internationale Reichweite die Veranstaltung trotz der schwierigen Lage der Bauwirtschaft besitzt. Vom 13. bis 17. Januar 2025 kamen deutlich mehr als 180.000 Fachbesucher auf das vollständig belegte Gelände. Dort präsentierten 2.230 Aussteller aus 58 Ländern ihre Produkte und Lösungen.³
Besonders deutlich entwickelte sich die Internationalität:
- 52 Prozent der Aussteller hatten ihren Unternehmenssitz außerhalb Deutschlands.
- 44 Prozent der Besucher reisten aus dem Ausland an.
- Zu den wichtigsten ausländischen Ausstellerländern gehörten Italien, China, die Türkei, Österreich, Polen, Belgien, die Schweiz, Spanien, die Niederlande und Griechenland.
- Auf Besucherseite waren nach Deutschland vor allem Österreich, Italien, die Schweiz, Polen, die Türkei, Rumänien, China, Tschechien, Spanien und Kroatien vertreten.² ³
Die Zahlen sind für Aussteller wichtiger als eine reine Gesamtbesucherzahl. Ein hoher internationaler Anteil erweitert den erreichbaren Markt, erhöht aber auch die Anforderungen an Standpersonal, Gesprächsführung und Präsentationsmaterial. Produktinformationen nur auf Deutsch reichen für viele Hallen nicht aus. Technische Ansprechpartner sollten wenigstens auf Englisch erklären können, welchen konkreten Nutzen eine Lösung in Planung, Verarbeitung oder Gebäudebetrieb bietet.
Auch die Befragung nach der BAU 2025 unterstreicht den fachlichen Charakter. Nach Angaben der Messe bewerteten 95 Prozent der befragten Aussteller die Veranstaltung mit ausgezeichnet oder gut. 91 Prozent erkannten ihren Leitmessecharakter an. Bei den Besuchern vergaben 97 Prozent eine Bewertung von ausgezeichnet bis gut.³
Diese Zufriedenheitswerte sind Veranstalterangaben und ersetzen keine individuelle Wirtschaftlichkeitsanalyse. Sie zeigen jedoch, dass die BAU trotz konjunktureller Unsicherheit als Beschaffungs-, Informations- und Kontaktplattform weiterhin eine hohe Akzeptanz besitzt.
19 Hallen bilden die Wertschöpfungskette des Bauens ab
Die Hallenstruktur der BAU folgt überwiegend Materialien, Bauteilen und Anwendungsbereichen. Dadurch können Besucher einzelne Gewerke gezielt vergleichen. Gleichzeitig entstehen Übergänge zwischen benachbarten Themenfeldern.
A-Hallen: Rohbau, Dach und Innenausbau
Die Hallen A1 und A2 konzentrieren sich auf architektonische Baustoffe, Rohbaustoffe und Verbindungslösungen. Dazu gehören Beton, Zement, Estriche, Dämmstoffe, Putze, Kalksandstein und trockener Innenausbau. In A2 kommt der Schwerpunkt für serielles und vorgefertigtes Bauen hinzu.
Halle A3 verbindet Dach- und Fassadenkonstruktionen mit Solarsystemen. Dort werden unter anderem Dachfenster, Dachbahnen, Ziegel, Klinker, Gebäudebegrünung und Lösungen für solares Bauen gezeigt. Das Future Lab in derselben Halle ist für Forschung, Start-ups und neue Materialien vorgesehen.
In A4 treffen Fliesen, Keramik, Naturstein, Sanitär und der neue Innenausbaubereich aufeinander. Die Hallen A5 und A6 sind Bodenbelägen sowie deren Verlege- und Anwendungstechnik gewidmet.⁵
B-Hallen: Metall, Gebäudehülle, Sicherheit und Holz
Halle B0 ist für die BLACK BOX reserviert. In B1 und C1 liegt der Schwerpunkt auf Aluminiumprofilen, Fassadensystemen und entsprechenden Konstruktionen.
B2 verbindet Kupfer, Stahl und Zink mit Energie- und Gebäudetechnik. In B3 stehen Sicherheitstechnik, Tor- und Parksysteme sowie Mobilitätslösungen im Vordergrund. B4 und C4 bündeln Fenster, Türen, Beschläge, Schlösser, Zutrittssysteme und Zubehör.
Halle B5 konzentriert sich auf Holz, Holzwerkstoffe, Fassadensysteme und konstruktiven Holzbau. B6 bildet mit Bauchemie, Brand- und Schallschutz, Klebstoffen, Farben, Putzen und Dämmstoffen einen wichtigen Querschnittsbereich.⁵
C-Hallen: Maschinen, Smart Building und Digitalisierung
In Halle C2 werden Maschinen zur Aluminium- und Stahlbearbeitung gezeigt. Hinzu kommen Aufzüge, Gebäudeautomation, Smart-Building-Lösungen und Verschattungssysteme.
Halle C3 verbindet Glas mit Lichtsystemen und Lichtkonzepten. C5 ist den digitalen Lösungen „powered by digitalBAU” gewidmet. Dort werden unter anderem BIM, Software, Messtechnik, künstliche Intelligenz, Robotik und Hardware für die Bauwirtschaft präsentiert.
Halle C6 richtet sich mit Werkzeugen, persönlicher Schutzausrüstung, Arbeitssicherheit und Berufsbekleidung besonders an ausführende Betriebe und Handwerker.⁵
Für Besucher bedeutet diese Gliederung, dass eine vollständige Begehung kaum sinnvoll ist. Eine gezielte Planung nach Bauaufgabe, Materialgruppe und Gesprächsziel ist deutlich effizienter.
Die vier Leitthemen der BAU 2027
Die Leitthemen sind keine zusätzlichen Produktgruppen. Sie ziehen sich durch verschiedene Hallen, Vorträge und Sonderschauen. Damit sollen Lösungen sichtbar werden, die mehrere Gewerke gleichzeitig betreffen.
Material und Ressource
Der Gebäudebestand wird zunehmend als Rohstofflager betrachtet. Statt Bauteile am Ende ihrer Nutzung zu entsorgen, sollen Materialien dokumentiert, getrennt, wiederverwendet oder hochwertig recycelt werden.
Auf der BAU 2027 gehören dazu unter anderem:
- Umbau und Erhalt vor Abriss
- emissionsärmere Baustoffproduktion
- natürliche und erneuerbare Rohstoffe
- hybride Bauweisen
- kreislauffähige Verbindungen
- rückbaubare Konstruktionen
- Materialpässe und Materialkataster
- Recycling und Urban Mining.⁶
Für Hersteller verändert sich dadurch die Produktkommunikation. Angaben zu Leistung und Preis bleiben wichtig, reichen aber nicht mehr aus. Planer und Bauherren fragen zunehmend nach Herkunft, Emissionen, Reparierbarkeit, Trennbarkeit und möglichen Nutzungsszenarien nach dem Rückbau.
Klimaschutz und Klimaanpassung
Gebäude sollen einerseits weniger Treibhausgase verursachen und andererseits mit veränderten klimatischen Bedingungen umgehen können. Die BAU verbindet deshalb Energieeffizienz und emissionsarme Konstruktionen mit Hitze-, Starkregen- und Überflutungsschutz.
Zu den diskutierten Ansätzen gehören Gebäudebegrünung, Verschattung, wassersensible Freiraumplanung, widerstandsfähige Fassaden, entsiegelte Flächen und das Schwammstadtprinzip.⁴ ⁶
Für die Ausstellerkommunikation entsteht daraus eine klare Aufgabe: Aussagen wie „nachhaltig” oder „klimafreundlich” müssen konkretisiert werden. Aussagekräftiger sind belegbare Angaben zu Materialeinsatz, Energiebedarf, Lebensdauer, Reparatur, Wiederverwendung oder der Wirkung einer Lösung auf das Gebäude.
Lebensraum im Wandel
Wohnraummangel, veränderte Haushaltsgrößen, alternde Bevölkerungsstrukturen und leerstehende Gewerbeflächen erzeugen neue Anforderungen an Gebäude. Die BAU fasst diese Entwicklung unter „Lebensraum im Wandel” zusammen.
Im Mittelpunkt stehen flexible und barrierefreie Grundrisse, Umnutzung, Aufstockung, Nachverdichtung, vereinfachte Bauprozesse, der Gebäudetyp E und serielle Lösungen.⁴ ⁶
Produkte werden damit stärker danach beurteilt, ob sie spätere Veränderungen ermöglichen. Trennwände, Fassaden, Installationen und Bodenaufbauten sollten nicht nur für die erste Nutzung funktionieren, sondern Anpassungen ohne vollständigen Rückbau zulassen.
Digitalisierung und Produktivität
Digitale Planung wird auf der BAU nicht mehr als eigenständiges IT-Thema behandelt. BIM, digitale Zwillinge, Sensorik, künstliche Intelligenz und cloudbasierte Zusammenarbeit greifen in Materialauswahl, Fertigung, Montage und Gebäudebetrieb ein.
Halle C5 bildet hierfür einen Schwerpunkt. Digitale Anwendungen finden sich jedoch auch in anderen Bereichen: bei automatisierter Fertigung, Gebäudesteuerung, Zutrittskontrolle, Vermessung, Robotik oder digital dokumentierten Baustoffen.⁴ ⁵ ⁶
Für Aussteller ist eine Live-Demonstration meist überzeugender als eine abstrakte Softwarebeschreibung. Besucher sollten sehen können, welche Daten erfasst werden, wie ein Arbeitsschritt abläuft und welcher messbare Vorteil daraus entsteht.
Wer die BAU besucht
Die BAU richtet sich als Fachmesse an Fachbesucher. Zu den relevanten Zielgruppen gehören:
- Architekten, Innenarchitekten und Fachplaner
- Bauingenieure und Sachverständige
- Projektentwickler, Investoren und Bauträger
- Bauunternehmen und ausführende Gewerke
- Handwerksbetriebe
- Baustoff- und Bauelementehändler
- Wohnungsunternehmen und Bestandshalter
- Facility- und Gebäudemanager
- Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Start-ups
- Behörden, Verbände und kommunale Entscheider.¹ ²
Diese Gruppen bewerten ein Produkt aus unterschiedlichen Perspektiven. Architekten interessieren sich für Gestaltung, Planungssicherheit und Ausschreibungsfähigkeit. Handwerker achten auf Verarbeitung, Montagezeit und Fehleranfälligkeit. Investoren betrachten Kosten, Lebensdauer und Vermietbarkeit. Betreiber benötigen Informationen zu Wartung, Energieverbrauch und Ersatzteilen.
Ein wirksamer Messeauftritt sollte deshalb nicht nur ein Produkt präsentieren. Er muss mehreren Zielgruppen unterschiedliche Einstiege bieten, ohne die Kernbotschaft zu verwässern.
Was einen Messestand auf der BAU auszeichnet
Die BAU ist stark material- und anwendungsorientiert. Besucher möchten Oberflächen sehen, Konstruktionen verstehen, Funktionen testen und technische Details besprechen. Ein Stand, der überwiegend aus großformatigen Werbeaussagen besteht, nutzt diese Erwartung nur unzureichend.
Für viele Aussteller eignet sich eine Gliederung in drei Ebenen:
- Orientierung aus dem Hallengang: Aus wenigen Metern Entfernung muss erkennbar sein, welches Problem das Unternehmen löst.
- Konkrete Anwendung: Muster, Schnittmodelle, Bauteile, Montagesituationen oder digitale Demonstrationen zeigen die Funktionsweise.
- Vertiefendes Gespräch: Ein akustisch und räumlich geeigneter Bereich ermöglicht Gespräche über Projekte, Preise, Zulassungen und technische Anforderungen.
Bei erklärungsbedürftigen Systemen sollten Exponate nicht ohne Zusammenhang nebeneinanderstehen. Ein Fassadensystem lässt sich beispielsweise als Anschlussdetail, als Materialaufbau und als Teil eines vollständigen Gebäudekonzepts präsentieren. Eine Softwarelösung gewinnt an Verständlichkeit, wenn ein konkreter Ablauf vom Aufmaß bis zur Dokumentation gezeigt wird.
Mobile und modulare Messestandsysteme können dabei besonders für Unternehmen sinnvoll sein, die denselben Auftritt später auf regionalen Fachmessen, Hausmessen oder Vertriebsveranstaltungen einsetzen möchten. Entscheidend ist nicht allein die Wiederverwendbarkeit der Konstruktion. Grafiken, Produkthalterungen und Funktionsflächen müssen so geplant sein, dass sie sich für unterschiedliche Standgrößen neu kombinieren lassen.
Weiterführende Hinweise zu Zieldefinition, Budgetierung, Standkonzeption und Nachbereitung finden Unternehmen im Bereich Messevorbereitung von displayhersteller.
Was eine Standfläche auf der BAU 2027 kostet
Die Mindeststandgröße beträgt 20 Quadratmeter. Für die reine Bodenfläche gelten netto folgende Beteiligungspreise:⁸
| Standtyp | Preis pro Quadratmeter |
|---|---|
| Reihenstand, eine Seite offen | 262 Euro |
| Eckstand, zwei Seiten offen | 275 Euro |
| Kopfstand, drei Seiten offen | 287 Euro |
| Blockstand, vier Seiten offen | 305 Euro |
Zusätzlich berechnet die Messe unter anderem:
- 1.300 Euro obligatorischen Kommunikationsbeitrag
- 30 Euro Serviceleistungsvorauszahlung je Quadratmeter
- 0,60 Euro AUMA-Beitrag je Quadratmeter
- 10 Euro Entsorgungspauschale je Quadratmeter
- 1.000 Euro für einen Mitaussteller.⁸
Bei der Mindestfläche von 20 Quadratmetern ergeben sich damit zunächst folgende rechnerischen Beträge:
| Standtyp | Bodenfläche | aufgeführte Pflicht- und Vorauszahlungen | Zwischensumme netto |
|---|---|---|---|
| Reihenstand | 5.240 Euro | 2.112 Euro | 7.352 Euro |
| Eckstand | 5.500 Euro | 2.112 Euro | 7.612 Euro |
| Kopfstand | 5.740 Euro | 2.112 Euro | 7.852 Euro |
| Blockstand | 6.100 Euro | 2.112 Euro | 8.212 Euro |
Diese Beträge enthalten noch keinen Messestand. Hinzu kommen je nach Konzept unter anderem Planung, Konstruktion, Grafiken, Druck, Beleuchtung, Möbel, Medientechnik, Strom, Internet, Transport, Montage, Personal, Reisen, Übernachtungen und Bewirtung.
Die günstigste Standform ist daher nicht automatisch die wirtschaftlichste. Ein kleiner Eckstand kann durch zwei offene Seiten mehr Sichtbarkeit bieten als ein größerer Reihenstand. Umgekehrt kann eine zusätzliche offene Seite Fläche beanspruchen, die für Exponate oder Gespräche fehlt. Die Entscheidung sollte aus Hallenlage, Besucherführung und Präsentationsbedarf abgeleitet werden.
Wichtige Termine für Aussteller
Die Platzierung der Hauptaussteller begann bereits am 8. September 2025. Erste Platzierungsvorschläge wurden nach Angaben der Messe von Januar bis März 2026 versandt. Seit Mai 2026 laufen die Zulassungsrechnungen.⁹
Für die weitere Planung sind insbesondere folgende Zeiträume relevant:
- Herbst 2026: Versand der Zugangslinks für den Aussteller-Shop und Buchung von Serviceleistungen und Marketingmaterialien
- Oktober 2026: Zahlungsziel der Zulassungsrechnungen
- 4. Oktober und 29. November 2026: Annahmeschlüsse für verschiedene Media Services
- November 2026: vorgesehene Deadline für technische Bestellungen
- Januar 2027: Aufbau, Messelaufzeit und Abbau
- Februar 2027: Versand der Abschlussrechnungen.⁹
Unternehmen sollten technische Bestellungen nicht erst zum offiziellen Endtermin bearbeiten. Stromanschlüsse, Abhängungen, Internet, Wasser, Druckluft oder Standfreigaben können Rückfragen auslösen. Auch die Abstimmung zwischen Aussteller, Standbauer, Spedition und Messegesellschaft benötigt Vorlauf.
Besuch und Anreise planen
Die BAU 2027 ist für Besucher von Montag bis Freitag jeweils von 9:30 bis 18:00 Uhr geöffnet. Aussteller können das Gelände nach derzeitigem Stand von 7:30 bis 19:00 Uhr betreten.¹⁰
Das Messegelände liegt im Münchner Stadtteil Riem und ist über die U-Bahn-Linie U2 erreichbar. Die Stationen Messestadt West und Messestadt Ost erschließen unterschiedliche Hallenbereiche. Vom Münchner Hauptbahnhof beträgt die Fahrtzeit ohne Umstieg knapp 20 Minuten. Mit dem Auto ist das Gelände über die A94 und die Ausfahrten München-Riem beziehungsweise Feldkirchen-West angebunden.¹¹
Wegen der Größe der Veranstaltung sollten Besucher vorab drei Entscheidungen treffen:
- Welche Hallen sind für die eigene Aufgabe relevant?
- Welche Aussteller müssen verbindlich besucht werden?
- Welche Themen lassen sich nur in Foren oder Sonderbereichen erfassen?
Für einen groben Überblick kann ein Messetag ausreichen. Wer mehrere Materialgruppen vergleichen, technische Gespräche führen und das Rahmenprogramm nutzen möchte, sollte mehr Zeit einplanen.
Das BAU Network erweitert die Messe über München hinaus
Die BAU München ist das zentrale Format eines internationalen Veranstaltungsnetzwerks. Dazu gehören derzeit unter anderem:
- BAU China in Peking
- Glasstech Asia und Fenestration Asia in Kuala Lumpur
- digitalBAU in Köln.¹²
Die Formate setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Die BAU München deckt Materialien, Bauteile und Systeme in großer Breite ab. Die digitalBAU konzentriert sich stärker auf Software, digitale Prozesse und Technologie. Die asiatischen Veranstaltungen erschließen Märkte, Unternehmen und Bauanforderungen außerhalb Europas.
Für international tätige Aussteller entsteht daraus die Möglichkeit, ein Grundkonzept an unterschiedliche Märkte anzupassen. Dabei sollten jedoch keine identischen Messeauftritte kopiert werden. Normen, Vertriebswege, Entscheiderstrukturen und technische Anforderungen unterscheiden sich erheblich.
Warum die BAU 2027 für die Branche besonders relevant wird
Die BAU 2027 findet in einer Phase statt, in der viele Unternehmen unter hohem Anpassungsdruck stehen. Wohnungsbau und Projektentwicklung leiden unter Kosten, Finanzierung und langen Verfahren. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Sanierung, Klimaanpassung, Kreislauffähigkeit und digitale Prozesse.
Die Messe verspricht keine einfache Lösung für diese Konflikte. Ihr Wert liegt darin, unterschiedliche Beteiligte an einem Ort zusammenzuführen. Hersteller können Rückmeldungen von Planern und Verarbeitern erhalten. Architekten können Materialien und Systeme vergleichen. Handwerker sehen neue Verarbeitungstechniken. Investoren und Bestandshalter können prüfen, welche Lösungen sich bereits praktisch einsetzen lassen.
Für Aussteller bedeutet das: Reichweite allein ist auf der BAU kein ausreichendes Ziel. Ein erfolgreicher Auftritt benötigt eine klar definierte Zielgruppe, konkrete Anwendungen und fachlich belastbares Standpersonal. Wer nachvollziehbar zeigt, wie eine Lösung Zeit spart, Risiken reduziert, Ressourcen schont oder neue Nutzungen ermöglicht, schafft eine deutlich bessere Grundlage für qualifizierte Gespräche.
Die BAU bleibt damit kein statisches Schaufenster der Bauindustrie. Sie entwickelt sich zunehmend zu einer Plattform, auf der Materialien, digitale Daten und Bauprozesse gemeinsam betrachtet werden.
Quellen und weiterführende Informationen
Messe München GmbH: „BAU in München | Weltleitmesse vom 11.–15. Januar 2027″, Veranstaltungsübersicht, abgerufen am 5. August 2026. https://bau-muenchen.com/de/messe/
Messe München GmbH: „Die BAU auf einen Blick”, Kennzahlen, Ausstellungsbereiche und Teilnehmerstruktur der BAU 2025, abgerufen am 5. August 2026. https://bau-muenchen.com/de/messe/daten/zahlen/
Messe München GmbH: „BAU setzt neue Impulse für die Zukunft der Branche”, Schlussbericht vom 17. Januar 2025, abgerufen am 5. August 2026. https://messe-muenchen.de/de/presse/pressemitteilungen/bau-2025-schlussbericht.html
Messe München GmbH: „Ausblick: BAU 2027 zeigt Potential einer Branche im Aufbruch”, Pressemitteilung vom 17. Juni 2026, abgerufen am 5. August 2026. https://bau-muenchen.com/de/messe/presse/pressemitteilungen/detail/bau-2027-zeigt-potential-einer-branche-im-aufbruch.html
Messe München GmbH: „Hallenplan der BAU 2027″, Hallenübersicht und Ausstellungsbereiche, abgerufen am 5. August 2026. https://bau-muenchen.com/de/messe/hallenplan/
Messe München GmbH: „Die Leitthemen der BAU 2027″, abgerufen am 5. August 2026. https://bau-muenchen.com/de/messe/leitthemen/ueberblick/
Messe München GmbH: „BAU und Betonbauteile-Branche arbeiten zukünftig eng zusammen”, Pressemitteilung vom 19. März 2026, abgerufen am 5. August 2026. https://bau-muenchen.com/de/messe/presse/pressemitteilungen/detail/bau-und-betonbauteile-branche-arbeiten-zukuenftig-eng-zusammen.html
Messe München GmbH: „Beteiligungspreise für Ihren Stand – BAU 2027″, abgerufen am 5. August 2026. https://bau-muenchen.com/de/messe/aussteller/anmeldung/preise/
Messe München GmbH: „Tipps, Termine & Fristen”, Planungsfristen für Aussteller der BAU 2027, abgerufen am 5. August 2026. https://bau-muenchen.com/de/messe/aussteller/tipps-termine-fristen/
Messe München GmbH: „Öffnungszeiten der BAU 2027″, abgerufen am 5. August 2026. https://bau-muenchen.com/de/messe/besuch-planen/oeffnungszeiten/
Messe München GmbH: „Anreise & Geländeplan”, abgerufen am 5. August 2026. https://bau-muenchen.com/de/messe/besuch-planen/anreise/
Messe München GmbH: „BAU Network”, internationale Veranstaltungsformate, abgerufen am 5. August 2026. https://bau-muenchen.com/de/bau-network/
Messe München GmbH: „25 Jahre Messestandort München-Riem – Aufbruch in ein neues Zeitalter”, abgerufen am 5. August 2026. https://messe-muenchen.de/de/unternehmen/geschichte/25-jahre-muenchen-riem/
Messe München GmbH: „Immer am Puls der Zeit, die Zukunft im Blick – BAU ONLINE 2021″, abgerufen am 5. August 2026. https://messe-muenchen.de/de/unternehmen/geschichte/die-zukunft-im-blick/
Messe München GmbH: „Aufschwung nach der Pandemie – Messe München hat neue Wachstumsmärkte im Blick”, Pressemitteilung vom 22. Juni 2023, abgerufen am 5. August 2026. https://messe-muenchen.de/de/presse/pressemitteilungen/aufschwung-nach-der-pandemie.html
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