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Zuletzt aktualisiert am 7. Juli 2026 von Jonas Dollhofer

Ursprung der DIN-Normen

In der Spätphase des Ersten Weltkriegs kam das damalige Deutsche Reich zu der Erkenntnis, dass man für eine bessere Zusammenarbeit als Zulieferer für die Streitkräfte einige grundliegende Normen festlegen muss. Vor allem im Bereich Maschinenbau für die Rüstungsunternehmen war dies vonnöten. Deshalb wurde im Jahr 1917 der „Normalienausschuss für den Maschinenbau“ ins Leben gerufen (seit 1975 hat der eingetragene Verein übrigens seinen heutigen Namen – „DIN Deutsches Institut für Normung e. V.“), mit dem Ziel Maschinenelemente zu vereinheitlichen. Ein Jahr später erschien die DIN-1, welche Maße und Materialien für Kegelstifte in Maschinengewehren festlegte. Vier Jahre nach dem Krieg im Jahre 1922 erschien dann die für uns bekannteste Norm, die „DIN 476 Papierformate“. In der von Dr. Walter Porstmann erstellten Norm sind die Standardabmessungen für Unterlagen, Briefbögen, Druckpapier, Karten, Umschläge und gedruckte Dokumente festgelegt. Zu seinen Lebzeiten schrieb Dr. Porstmann zahlreiche Bücher zur Normenlehre, diese wurde jedoch zu einem wahren Welterfolg. Sie findet nicht nur in Deutschland, sondern in den meisten Teilen der Welt Verwendung. Nur drei wesentliche Ausnahmen sind noch vorhanden: das chinesische, japanische und nordamerikanische Papierformat („Letterformat“). Weiteres zu den Ursprüngen der DIN-Formate finden Sie außerdem hier.

DIN A Formate

Insgesamt gibt es vier Reihen mit jeweils elf Klassen innerhalb der DIN 476, um die jeweiligen Formate Ihrem Verwendungszweck zuzuordnen. Die bekannteste ist DIN A für Papierbögen. Die Klassen sind nach absteigender Größe von 0 bis 10 nummeriert. Die Klasse 0 dient hierbei als Ausgangsgröße und entspricht exakt einem Quadratmeter. Für die weiteren Klassen wird dann die Größe jeweils halbiert. Die Aufteilung sieht dann also wie folgt aus:

DIN A: Maße, Pixel und Einsatzbereiche

Die DIN-A-Reihe ist die wichtigste Formatreihe für Büro, Druck, Plakate, Aushänge und viele Werbemittel. Ausgangspunkt ist DIN A0. A0 basiert rechnerisch auf einer Fläche von einem Quadratmeter. Die genormten Maße werden auf ganze Millimeter gerundet, deshalb misst A0 in der Praxis 841 × 1189 mm.

DIN-Formate

in mm

Maße in cm

Verhältnis zu A4

Pixel bei 300 ppi

Pixel bei 150 ppi

Typische Verwendung

A0

841 x 1189

84,1 × 118,9

16 × A4

9933 × 14043

4967 × 7022

Großplakate, technische Zeichnungen, Präsentationsflächen

A1

594 x 841

59,4 × 84,1

8 × A4

7016 × 9933

3508 × 4967

Plakate, Kundenstopper, Messehinweise

A2

420 x 594

42,0 × 59,4

4 × A4

4961 × 7016

2480 × 3508

Kalender, Flipcharts, Verkaufsplakate

A3

297 x 420

29,7 × 42,0

2 × A4

3508 × 4961

1754 × 2480

Aushänge, Speisekarten, Tabellen

A4

210 x 297

21,0 × 29,7

1 × A4

2480 × 3508

1240 × 1754

Briefe, Rechnungen, Formulare

A5

148 x 210

14,8 × 21,0

1/2 × A4

1748 × 2480

874 × 1240

Flyer, Notizblöcke

A6

105 x 148

10,5 × 14,8

1/4 × A4

1240 × 1748

620 × 874

Postkarten, Gutscheine

A7

74 x 105

7,4 × 10,5

1/8 × A4

874 × 1240

437 × 620

kleine Einleger, Karten

A8

52 x 74

5,2 × 7,4

1/16 × A4

614 × 874

307 × 437

Kleinstkarten, Etiketten

A9

37 x 52

3,7 × 5,2

1/32 × A4

437 × 614

219 × 307

Kleinstformate

A10

26 x 37

2,6 × 3,7

1/64 × A4

307 × 437

154 × 219

Kleinstformate

Tabelle Übersicht DIN A zum Download

-> Hier zum Download

Die Pixelwerte ergeben sich aus der Umrechnung von Millimetern in Zoll und der gewünschten Auflösung in ppi. Die Formel lautet: Pixel = Millimeter ÷ 25,4 × ppi.

Beispiel DIN A4 bei 300 ppi: 210 ÷ 25,4 × 300 = ca. 2480 Pixel Breite; 297 ÷ 25,4 × 300 = ca. 3508 Pixel Höhe. DIN A4 bei 300 ppi benötigt also rund 2480 × 3508 Pixel.

Wofür werden DIN-A-Formate verwendet?

DIN A0: große Plakate, technische Zeichnungen und Präsentationsflächen

DIN A0 misst 841 × 1189 mm. Es eignet sich für große Plakate, technische Zeichnungen, Architekturpläne, Präsentationsflächen, POS-Grafiken und Messeanwendungen. A0 wird häufig aus mittlerer Entfernung betrachtet. Deshalb müssen Schriftgrößen, Kontraste und Bildaufbau auf Distanz funktionieren.

DIN A1: klassisches Plakatformat

DIN A1 misst 594 × 841 mm. Es ist ein typisches Format für Plakate, Poster, Veranstaltungshinweise, Aktionswerbung, Kundenstopper, Schaufensterwerbung und Messehinweise. A1 bietet deutlich mehr Fläche als A2, bleibt aber noch gut handhabbar.

DIN A2: Kalender, Flipcharts und Plakate

DIN A2 misst 420 × 594 mm. Es wird häufig für Kalender, Flipcharts, kleinere Plakate, Verkaufsaktionen, Präsentationen und technische Zeichnungen genutzt. A2 ist groß genug für visuelle Wirkung, aber handlicher als A1 oder A0.

DIN A3: Aushänge, Tabellen und kleinere Poster

DIN A3 misst 297 × 420 mm. Das Format wird oft für Aushänge, Speisekarten, Tabellen, technische Dokumentationen, Präsentationen und Informationsflächen verwendet. DIN A3 entspricht zwei DIN-A4-Seiten nebeneinander.

DIN A4: Standard für Büro und Geschäftskommunikation

DIN A4 misst 210 × 297 mm. Es ist das Standardformat für Briefe, Rechnungen, Angebote, Datenblätter, Formulare, Anleitungen, Kopierpapier und Geschäftskommunikation.

DIN A5 und DIN A6: Flyer, Karten und kompakte Werbemittel

DIN A5 misst 148 × 210 mm, DIN A6 misst 105 × 148 mm. Beide Formate eignen sich für Flyer, Handzettel, Gutscheine, Postkarten, Einladungskarten, Einleger und kompakte Werbemittel.

Warum haben DIN-Formate das Seitenverhältnis 1 : √2?

Alle DIN-A-Formate haben näherungsweise dasselbe Seitenverhältnis: 1 : √2. Das entspricht ungefähr 1 : 1,414. Dieses Verhältnis ist nicht zufällig gewählt. Es hat eine besondere Eigenschaft: Wenn ein Blatt über die längere Seite halbiert wird, entsteht wieder ein Blatt mit demselben Seitenverhältnis.

  • A3 halbiert ergibt 2 × A4.
  • A4 halbiert ergibt 2 × A5.
  • A5 halbiert ergibt 2 × A6.

Dadurch lassen sich Layouts proportional vergrößern oder verkleinern, ohne dass Inhalte verzerrt werden. Ein A4-Layout kann auf A3, A2, A1 oder A0 vergrößert werden. Ein A3-Dokument kann sauber auf A4 verkleinert werden. Kopierer und Drucker nutzen genau diese Eigenschaft mit festen Skalierungsfaktoren.

Skalierung

Faktor

Beispiel

auf nächstkleineres Format

71 % (1/√2)

A3 → A4

zwei Formatstufen kleiner

50 %

A2 → A4

auf nächstgrößeres Format

141 % (√2)

A4 → A3

zwei Formatstufen größer

200 %

A4 → A2

DIN B Formate

Neben den DIN A Formaten gibt es noch weitere Reihen. Eine davon ist die DIN B Reihe. Sie beschreibt vor allem die Formate für Ordner, Briefhüllen und Hefter und ist etwas größer als DIN A. Es bezieht sich nämlich im Gegensatz zu DIN A auf unbeschnittene Papierbögen. Aber auch im Buch und Zeitungsdruck findet DIN B Verwendung. So ist DIN B5 zum Beispiel das gängigste Buchdruck-Format. Wie bei den DIN A Formaten dient die Klasse 0 als Ausgangsgröße und halbiert sich dann absteigend. Die Aufteilung ist wie folgt:

DIN B: Zwischenformate, kein Rohformat

Die B-Reihe ergänzt die A-Reihe um Zwischengrößen. Wichtig für die fachliche Korrektheit: B-Formate sind, wie A-Formate, nach ISO 216 beschnittene Endformate – keine unbeschnittenen Rohbogen. Für unbeschnittene Papierbogen sind RA und SRA nach ISO 217 zuständig.

Formate

Maße in mm

Typische Verwendung

B0

1000 × 1414

Poster, Präsentationsdruck, großformatige Drucksachen

B1

707 x 1000

Plakate, Präsentationsdruck

B2

500 x 707

Poster, Verlagsdruck, größere Drucksachen

B3

353 x 500

Umschläge, Mappen

B4

250 x 353

Umschläge für C4, Zeitungen

B5

176 x 250

Bücher, Hefte

B6

125 x 176

Karten, kleine Bücher

B7

88 x 125

EU- und US-Reisepässe

B8–B10

62 × 88 bis 31 × 44

Kleinstformate

Japan nutzt mit der JIS-B-Reihe eine eigene, leicht größere B-Serie. Für deutsche Druckdaten und die meisten europäischen Anwendungen ist jedoch die ISO-B-Reihe maßgeblich.

DIN C: Umschläge und Hüllen

Die C-Reihe nach DIN 476-2 ist so angelegt, dass A-Formate hineinpassen: A4 passt ungefalzt in C4, C4 wiederum passt in einen B4-Umschlag. Einmal mittig gefaltetes A4 entspricht ungefähr A5 und passt in C5. Zweimal halb gefaltetes A4 entspricht ungefähr A6 und passt in C6. Für DL wird A4 in der Praxis meist im Wickel- oder Zickzackfalz auf ein schmales Geschäftsbriefformat gefaltet.

Format

Maße in mm

Typische Verwendung

C4

229 × 324

Umschlag für A4 ungefalzt

C5

162 × 229

Umschlag für A5 / A4 einmal gefaltet

C6

114 × 162

Umschlag für A4 zweimal gefaltet

DL

110 × 220

meistgenutztes Geschäftsbriefformat

DL stand ursprünglich für „DIN lang“. Die internationale Norm ISO 269:1985, die Briefumschläge regelte, erklärte DL als „Dimension Lengthwise“. Diese Norm wurde später zurückgezogen, DL bleibt aber in der Praxis das Standardformat für gefaltete Geschäftsbriefe.

DIN D: historische, heute nicht mehr gültige Reihe

Porstmanns ursprüngliche DIN 476 kannte vier Reihen: A, B, C und D. Nur A, B und C haben bis heute praktische Bedeutung. Die D-Reihe wurde nicht in ISO 216 übernommen und ist im aktuellen Druckalltag keine relevante Planungsgrundlage. Sie taucht in vielen Ratgebern auf, sollte aber als historische Zusatzinformation verstanden werden.

Format

Historische Maße in mm

D0

771 × 1091

D1

545 x 771

D2

385 x 545

D3

272 x 385

D4

192 x 272

RA und SRA: die echten Rohformate

Wird ein Motiv randabfallend gedruckt, braucht die Datei Beschnitt. Für die entsprechenden unbeschnittenen Rohbogen definiert ISO 217:2013 die Formate RA und SRA. RA steht für Rohformat A, SRA für sekundäres Rohformat A bzw. „supplementary raw format A“.

RA0 hat eine Fläche von 1,05 m², SRA0 von 1,15 m². Die Formate sind größer als die entsprechenden A-Endformate und bieten Platz für Beschnitt, Schneidetoleranz, Greiferrand und Weiterverarbeitung.

Klasse

RA in mm

SRA in mm

0

860 × 1220

900 × 1280

1

610 × 860

640 × 900

2

305 × 430

450 × 640

3

305 × 430

320 × 450

4

215 × 305

225 × 320

Praxisbeispiel A4 mit 3 mm Beschnitt rundum: Aus dem Endformat 210 × 297 mm wird ein Datenformat von 216 × 303 mm. Nach dem Druck wird exakt auf 210 × 297 mm zugeschnitten.

Nicht genormte Überformate: A4+, A3+ und A2+

  • A4+: häufig 216 × 303 mm, etwa für A4 mit 3 mm Beschnitt je Seite.
  • A3+ / Super A3 / Super B: im Foto- und Werbedruck verbreitet, aber je nach Hersteller unterschiedlich.
  • A2+: etwa 432 × 648 mm bei bestimmten Fotodrucksystemen.
  • 36-Zoll-Plotter / A0-Übergröße: häufig Rollenbreiten um 914 mm; das exakte Ausgabeformat ist geräte- und anbieterabhängig

Diese Plus-Formate sind nicht einheitlich genormt. Die exakten Maße sollten vor dem Druck immer beim Anbieter oder in den jeweiligen Druckdatenvorgaben geprüft werden.

Endformat, Datenformat und Sichtformat

Endformat ist die tatsächliche Größe nach dem Zuschnitt, etwa A4 = 210 × 297 mm. Datenformat ist die Größe der Datei inklusive Beschnitt, also bei A4 mit 3 mm Beschnitt rundum 216 × 303 mm. Sichtformat ist der Bereich, der im fertigen Produkt tatsächlich sichtbar bleibt. Bei Rahmen, Kundenstoppern oder Displays kann ein Teil des Drucks verdeckt sein.

Weitere Grundlagen zur sauberen Dateianlage finden Sie im Ratgeber Grundlagen der Druckdatenerstellung.

Ein Sicherheitsabstand von 3 bis 10 mm nach innen ist bei den meisten Produkten sinnvoll, bei Bannern mit Ösen, Hohlsaum oder Keder teils mehr. Besonders wichtig ist das bei Plakaten im Rahmen, Kundenstoppern, Bauzaunbannern, Werbebannern mit Ösen, Messewänden und Roll-Up-Systemen.

DIN-Formate in Pixel und die richtige Auflösung

Die Formel lautet: Pixel = Millimeter ÷ 25,4 × ppi. Nicht 300 ppi, sondern der Betrachtungsabstand entscheidet, welche Auflösung ein Produkt wirklich braucht. Die menschliche Sehschärfe wird häufig über eine Winkelauflösung von rund einer Bogenminute beschrieben; daraus lässt sich ableiten, warum große Werbeflächen niedrigere ppi-Werte benötigen als Flyer im Nahbereich.

Betrachtungsabstand

Rechnerisch sinnvolle Mindestauflösung

30 cm

ca. 291 ppi

50 cm

ca. 175 ppi

1 m

ca. 87 ppi

2 m

ca. 44 ppi

3 m

ca. 29 ppi

5 m

ca. 17 ppi

10 m

ca. 9 ppi

Produkt / Format

Typischer Abstand

Empfohlene Auflösung

Visitenkarten, Flyer, Broschüren

20–40 cm

300 ppi

DIN A4, A5, A6

30–50 cm

300 ppi

DIN A3

50 cm–1 m

200–300 ppi

DIN A2

1–2 m

150–250 ppi

DIN A1

1–3 m

150–200 ppi

DIN A0

2–4 m

100–200 ppi

Messewand / Faltdisplay

2–5 m

72–150 ppi

Werbebanner / Roll-Up

1–5 m

100–150 ppi

Bauzaunbanner

5–20 m

30–100 ppi

Für Logos, Schrift und Piktogramme gilt unabhängig vom Format: Vektordaten liefern. Dann bleibt die Grafik unabhängig von der Ausgabegröße scharf.

Plakate und Außenwerbung: Wo DIN endet

DIN-Formate sind für viele Plakate eine wichtige Grundlage. ISO 216 gilt jedoch nicht zwingend für Zeitungen, Bücher, Poster oder andere Spezialprodukte. Für Plakate im Innenbereich sind A3 bis A0 gängig, für Außenwerbung und Großformatdruck dominieren häufig Branchenformate.

  • 18/1-Großflächenplakat: ca. 356 × 252 cm, kein DIN-Format, sondern ein Branchenformat der Außenwerbung, benannt nach 18 A1-großen Einzelbögen.
  • City-Light-Poster: meist rund 118,5 × 175 cm, ebenfalls kein DIN-Format, konzipiert für hinterleuchtete Vitrinen.

Für beide zählen die konkreten Vorgaben des jeweiligen Werbeträgers, nicht die DIN-Tabelle.

Kuriositäten und Irrtümer

Der Goldene-Schnitt-Irrtum: DIN nutzt 1 : √2, also ungefähr 1 : 1,414. Der Goldene Schnitt liegt bei etwa 1 : 1,618. Es handelt sich um zwei unterschiedliche, oft verwechselte Verhältnisse.

Ausweise und Karten: Kreditkarten und viele Kartenformate folgen ISO/IEC 7810 Format ID-1 mit 85,60 × 53,98 mm, häufig gerundet 85,6 × 54,0 mm. Der deutsche Personalausweis nutzte bis 2010 A7, EU- und US-Reisepässe haben B7-Format.

Papiergewicht: Weil A4 ein Sechzehntel von A0 ist, wiegt ein A4-Bogen bei 80 g/m² ungefähr 5 g. Das ist praktisch für Portokalkulationen.

Geschichte der DIN-Formate

Das Seitenverhältnis 1 : √2 beschrieb der Göttinger Physiker Georg Christoph Lichtenberg bereits 1786 in einem Brief an Johann Beckmann. Während der Französischen Revolution wurde es 1798 kurzzeitig für Steuerformate genutzt, geriet danach aber wieder in Vergessenheit. 1910 entwickelte Wilhelm Ostwald das „Weltformat“ für Bibliotheken, das jedoch an fehlender Kompatibilität scheiterte.

Sein Assistent Walter Porstmann griff die Idee auf und erarbeitete DIN 476. DIN veröffentlichte die Norm „Papierformate“ am 18. August 1922; 1923 wurde sie in Deutschland eingeführt. Der entscheidende Ansatz: A0 als Ausgangsformat mit rechnerisch einem Quadratmeter Fläche.

Die Formate setzten sich rasch durch. 1975 wurde das Formatprinzip international als ISO 216 verankert. Heute ist die A-Reihe in Europa und vielen weiteren Ländern Standard, während Nordamerika weiterhin häufig US Letter nutzt.

DIN A4 vs. US Letter

US Letter misst 216 × 279 mm, DIN A4 210 × 297 mm. A4 ist also 6 mm schmaler, aber 18 mm höher. Für internationale Druckdaten ist das wichtig: Ein A4-Dokument passt nicht automatisch perfekt auf Letter und umgekehrt. Wer international liefert, sollte A4 als Standardformat vorsehen und Letter nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch verwenden.

Häufige Fehler bei Druckdaten

  1. Endformat und Datenformat verwechseln.
  2. Kein Beschnitt bei randabfallenden Motiven.
  3. Zu geringe Bildauflösung durch Screenshots oder Web-Bilder.
  4. Unnötig hohe Auflösung bei Großformaten.
  5. Nicht eingebettete Schriften.
  6. Farbprofilvorgaben nicht beachtet, etwa RGB statt gefordertem CMYK.
  7. Wichtige Inhalte zu nah am Rand.
  8. DIN-Format mit Plakat-Branchenformat verwechselt, etwa 18/1 oder City-Light.
  9. DIN B fälschlich als Rohformat erklärt.

Checkliste für Druckdaten

  • Richtiges Endformat angelegt?
  • Beschnitt berücksichtigt?
  • Sicherheitsabstand zum Rand eingehalten?
  • Bildauflösung zum Betrachtungsabstand passend?
  • Logos und Piktogramme als Vektor? Schriften eingebettet oder – falls gefordert – in Pfade umgewandelt?
  • Farbmodus und Farbprofil gemäß Druckdatenvorgabe geprüft?
  • Druckfähiges PDF exportiert?
  • Hoch- oder Querformat korrekt?
  • Ösen, Hohlsaum, Keder, Rahmen oder Sichtmaß berücksichtigt?
  • QR-Codes groß genug und nicht zu nah am Rand platziert?

FAQ’s – Häufig gestellte Fragen zu DIN-Formaten

Wie groß ist DIN A4?

DIN A4 misst 210 × 297 mm beziehungsweise 21,0 × 29,7 cm.

Wie groß ist DIN A3?

DIN A3 misst 297 × 420 mm. Es entspricht zwei DIN-A4-Seiten nebeneinander.

Wie groß ist DIN A2?

DIN A2 misst 420 × 594 mm und entspricht vier DIN-A4-Seiten.

Wie groß ist DIN A1?

DIN A1 misst 594 × 841 mm und entspricht acht DIN-A4-Seiten.

Wie groß ist DIN A0?

DIN A0 misst 841 × 1189 mm. Das Format basiert rechnerisch auf einem Quadratmeter und wird auf ganze Millimeter gerundet.

Wie viele A4-Blätter passen in A0?

Rechnerisch passen 16 DIN-A4-Blätter in DIN A0.

Ist A3 doppelt so groß wie A4?

Ja. DIN A3 hat die doppelte Fläche von DIN A4. Umgekehrt ist A4 die Hälfte von A3.

Ist DIN B ein unbeschnittenes Format?

Nein. A- und B-Reihe sind nach ISO 216 beschnittene Endformate. Unbeschnittene Rohformate sind RA und SRA nach ISO 217.

Ist die DIN-D-Reihe noch gültig?

Nein, sie ist für die heutige Druckplanung nicht relevant und wurde nicht in ISO 216 übernommen.

Wofür stehen RA und SRA?

RA steht für Rohformat A, SRA für sekundäres Rohformat A. Es handelt sich um unbeschnittene Ausgangsformate nach ISO 217:2013.

Was bedeutet DL?

DL stand ursprünglich für DIN lang. ISO 269:1985 erklärte DL als Dimension Lengthwise; diese Norm ist inzwischen zurückgezogen.

Ist das DIN-Seitenverhältnis der Goldene Schnitt?

Nein. DIN nutzt 1 : √2, ungefähr 1 : 1,414. Der Goldene Schnitt liegt bei etwa 1 : 1,618.

Ist ein 18/1-Plakat ein DIN-Format?

Nein. 18/1 ist ein Branchenformat der Außenwerbung und kein klassisches DIN-A-Format.

Was ist der Unterschied zwischen Endformat und Datenformat?

Das Endformat ist die fertige Größe nach dem Zuschnitt. Das Datenformat ist die Datei inklusive Beschnitt.

Was ist das Sichtformat?

Das Sichtformat ist der im fertigen Produkt tatsächlich sichtbare Bereich.

Welche Pixelgröße braucht A4 bei 300 ppi?

DIN A4 benötigt bei 300 ppi rund 2480 × 3508 Pixel.

Welche Pixelgröße braucht A1 bei 300 ppi?

DIN A1 benötigt bei 300 ppi rund 7016 × 9933 Pixel.

Welche Pixelgröße braucht A0 bei 300 ppi?

DIN A0 benötigt bei 300 ppi rund 9933 × 14043 Pixel.

Welche Auflösung braucht ein Bauzaunbanner?

Meist reichen 30 bis 100 ppi, abhängig vom Betrachtungsabstand, Motiv und Druckdatenmaßstab.

Was bedeutet 71 % beim Kopieren?

71 % entspricht ungefähr 1/√2 und verkleinert ein DIN-Format auf das nächstkleinere Format, etwa A3 auf A4.

Was bedeutet 141 % beim Kopieren?

141 % entspricht ungefähr √2 und vergrößert ein DIN-Format auf das nächstgrößere Format, etwa A4 auf A3.

Welches DIN-Format eignet sich für Plakate?

Für kleine Aushänge eignen sich A4 und A3, für klassische Plakate A2, A1 und A0. Außenwerbung nutzt oft Sonderformate.

Welches DIN-Format eignet sich für Kundenstopper?

Viele Kundenstopper verwenden A1 oder A0, abhängig vom Rahmenmodell.

Wie schwer ist ein A4-Blatt mit 80 g/m²?

Ein DIN-A4-Blatt mit 80 g/m² wiegt ungefähr 5 g, weil A4 ein Sechzehntel von A0 ist.

Seit wann gibt es DIN-Formate?

DIN 476 wurde am 18. August 1922 veröffentlicht, 1923 eingeführt und 1975 international als ISO 216 verankert.

Fazit

DIN-Formate sind die Grundlage – das richtige Druckformat hängt vom Einsatz ab

DIN-Formate sind weit mehr als einfache Papiergrößen. Sie bilden ein durchdachtes System für Druck, Gestaltung, Kopie, Versand, Archivierung und Produktion. Der wichtigste Vorteil liegt im Seitenverhältnis 1 : √2. Dadurch bleiben Layouts beim Halbieren, Vergrößern und Verkleinern proportional erhalten.

Für professionelle Druckprojekte reicht es jedoch nicht, nur das DIN-Endformat zu kennen. Entscheidend sind auch Datenformat, Beschnitt, Sichtbereich, Auflösung, Betrachtungsabstand, Material, Verarbeitung und Einsatzort.

Während DIN A4, A3, A2, A1 und A0 klassische Papier- und Plakatformate sind, arbeiten Großformatdruck, Messebau und Außenwerbung häufig mit Sonderformaten. Dazu gehören Werbebanner, Bauzaunbanner, Messewände, Kundenstopper, Plattendrucke, City-Light-Poster und 18/1-Großflächenplakate.

Displayhersteller.de produziert seit 1998 Druckprodukte und Werbesysteme für Unternehmen, Messen, POS, Events und Außenwerbung – von klassischen DIN-Formaten bis zu individuellen Sonderformaten für Banner, Kundenstopper und Messewände. Wer unsicher ist, welches Format für ein Projekt geeignet ist, sollte nicht nur nach der DIN-Größe entscheiden, sondern nach Einsatzort, Sichtdistanz, Material, Befestigung, Druckdaten und gewünschter Werbewirkung.

Quellenangabe

  • ISO 216:2007 – Trimmed sizes, A and B series 
  • DIN EN ISO 216:2007-12 – Endformate A- und B-Reihen 
  • ISO 217:2013 – Untrimmed sizes 
  • DIN 476-2:2008-02 – Papier-Endformate C-Reihe 
  • DIN: Geschichte der Papierformate (PDF) 
  • Markus Kuhn: International Standard Paper Sizes 
  • Styleguide der Bundesregierung: Plakatformate 
  • Sehschärfe und Winkelauflösung des menschlichen Auges (PMC) 
  • ISO 269:1985 – Correspondence envelopes – Designation and sizes (zurückgezogen) 
  • ISO/IEC 7810:2019 – Identification cards – Physical characteristics 
  • COMPLAC Medienservice: Plakatformate, Großfläche und City-Light-Poster 

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