Zuletzt aktualisiert am 10. August 2026 von Selin Alica
Vom 9. bis 17. Mai 2028 bringt die drupa die internationale Druck-, Verpackungs- und Medienindustrie erneut in Düsseldorf zusammen. Die kommende Ausgabe dauert erstmals regulär neun statt elf Tage. Zugleich führt der Veranstalter ein neues Messekonzept ein, das Maschinen, Software, Materialien, Markenanwendungen, Forschung und Wissenstransfer enger miteinander verbinden soll.
Die drupa ist damit weit mehr als eine klassische Druckmaschinenmesse. Ihr Angebot umfasst die gesamte industrielle Prozesskette: Druckproduktion, Verpackungsherstellung, Papierverarbeitung, Weiterverarbeitung, Materialien, industrielle Druckanwendungen, Automatisierung, Robotik, künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und regulatorische Themen.
Mit einer Gesamtfläche von 261.817 m² ist das Messe Düsseldorf-Gelände keineswegs klein. Die einzelnen Hallen umfassen zwischen 4.000 m² und 25.000 m² und bieten dadurch flexible Nutzoptionen für unterschiedlichste Veranstaltungsformate.
Die großzügigen Flächen schaffen ausreichend Platz für Messestände jeder Größenordnung – von kompakten Präsentationsflächen bis hin zu weitläufigen Markenauftritten.
Die multifunktionale Halle 6 mit 25.276 m² ist die größte Halle. Über ein Plateau besteht eine direkte Verbindung zur Merkur Spiel-Arena. Aufgrund ihrer Sonderstellung ist sie zudem die einzige Halle, die unabhängig vom restlichen Messegelände betrieben werden kann.
Die Ausgabe 2024 erreichte laut Abschlussmeldung rund 170.000 Fachbesucher; der internationale Anteil lag bei 80 Prozent. Auf der aktuell gepflegten drupa-Startseite werden außerdem 1.614 Aussteller aus 49 Ländern, Besucher aus 173 Ländern und rund 150.000 Quadratmeter Nettofläche genannt. Die detaillierten Strukturdaten nennen präziser 165.551 registrierte Besucher und 138.773 Quadratmeter Nettofläche.
Die wichtigsten Daten zur drupa 2028
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Termin | 9. bis 17. Mai 2028 |
| Veranstaltungsort | Messegelände Düsseldorf |
| Laufzeit | neun Messetage |
| Hallen | Hallen 1 bis 17 und Freigelände |
| Veranstalter | Messe Düsseldorf GmbH |
| Turnus | vier Jahre |
| Anmeldeschluss für Aussteller | 31. Oktober 2026 |
| Mindestgröße regulärer Standflächen | 20 Quadratmeter |
| Vergleichswert 2024 | rund 170.000 Fachbesucher |
| Internationaler Besucheranteil 2024 | 80 Prozent |
| Aktuell ausgewiesene Ausstellerzahl 2024 | 1.614 Aussteller aus 49 Ländern |
Die Öffnungszeiten, Ticketpreise sowie detaillierte Auf- und Abbauzeiten für 2028 sind mit Datenstand 7. August 2026 noch nicht vollständig veröffentlicht.
Unternehmen, die weitere Branchentermine in ihre Planung einbeziehen möchten, finden im Messekalender von displayhersteller eine Übersicht wichtiger Veranstaltungen.
Was ist die drupa?
Die drupa ist eine internationale Fachmesse für industrielle Druck- und Verpackungslösungen. Sie findet seit 1951 in Düsseldorf statt und wird von der Messe Düsseldorf organisiert. Ihr heutiges Profil reicht deutlich über den klassischen Buch-, Zeitungs- und Akzidenzdruck hinaus.
Die offiziellen Angebotsschwerpunkte für 2028 sind:
- Print Production
- Packaging Production und Paper Converting
- Industrial Print Applications
- Materials
- Print Creative und Solution World
- Automation, Robotics, Digitalization und AI
- Sustainability und Regulations
- Services
Diese Gliederung bildet den Wandel der Branche ab. Moderne Druckproduktion besteht nicht mehr aus einzelnen, voneinander getrennten Maschinen. Produktionsdaten, Workflow-Systeme, Materialzuführung, Qualitätskontrolle, Druck, Veredelung, Weiterverarbeitung und Versand greifen zunehmend ineinander.
Auch die Grenzen zwischen Druck- und Verpackungsunternehmen werden durchlässiger. Druckereien erweitern ihr Angebot um Etiketten, Faltschachteln oder flexible Verpackungen. Verpackungshersteller investieren in digitale Drucktechnik, kleinere Auflagen und individualisierte Anwendungen. Markenunternehmen wiederum betrachten Verpackungen als Informationsmedium, Designelement und Bestandteil des Markenerlebnisses.
Die drupa bietet eine umfassende Palette an Produkten und Produktkategorien. Diese Vielfalt reicht von Materialien und Drucksubstraten über Großformatdrucke und Drucktechnologien bis hin zu spezialisierten Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Die drupa bildet diese Zusammenhänge in einer gemeinsamen Messe ab.
Die neue Struktur der drupa 2028
Für 2028 führt die drupa eine neue Erlebnisarchitektur ein. Statt Technologien und Zielgruppen weitgehend getrennt zu präsentieren, soll ein vernetzter Lösungsraum entstehen. Das Konzept gliedert sich in die vier Erlebniscluster grow, create, learn und play.
Business, Technologien und integrierte Lösungen
Der Cluster grow richtet sich insbesondere an Technologie- und Geschäftsentscheider. Im Mittelpunkt stehen End-to-End-Lösungen, integrierte Workflows, künstliche Intelligenz, Automatisierung und neue Geschäftsmodelle. End-to-End bedeutet, dass möglichst viele Produktionsschritte miteinander verbunden werden: vom Auftragseingang über Kalkulation und Produktionsplanung bis zur Weiterverarbeitung und Auslieferung. Eine leistungsfähige Druckmaschine kann ihren wirtschaftlichen Vorteil nur dann vollständig ausspielen, wenn Auftragsdaten zuverlässig übergeben werden, Rüstvorgänge kurz bleiben und die Weiterverarbeitung nicht zum Engpass wird.
create: Brand Owner, Packaging und Kreativwirtschaft
create richtet sich an Markenunternehmen, Verpackungsverantwortliche, Designer, Agenturen, Marketingabteilungen und weitere Akteure der Kreativwirtschaft. Im Vordergrund steht, was mit modernen Druck- und Verpackungslösungen gestaltet und vermarktet werden kann, etwa individualisierte Verpackungen, hochwertige Veredelungen, kleine und mittlere Auflagen, limitierte Editionen, vernetzte Verpackungen und datenbasierte Printkampagnen. Für Technologieanbieter entsteht daraus eine kommunikative Aufgabe: Technische Merkmale müssen in einen konkreten Nutzen für Marken und Anwender übersetzt werden.
learn: Wissen, Standards und Qualifizierung
Der Cluster learn bündelt Wissen zu künstlicher Intelligenz, Automatisierung, Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, Regulatorik, Ausbildung und Forschung. Hochschulen, Verbände, Forschungsinstitute und Branchenexperten sollen eingebunden werden. Seit März 2026 ergänzt die digitale Plattform drupa insights das Informationsangebot mit fortlaufenden Markt- und Zukunftsanalysen zu Etiketten- und Verpackungsdruck, künstlicher Intelligenz, Robotik und Produktionsautomatisierung. Das frühere Modell eines jährlichen Global Trends Reports wird damit durch ein regelmäßig aktualisiertes Informationsangebot ersetzt.
play: Anwendungen sichtbar und erlebbar machen
Der Cluster play soll Technologien und Markenanwendungen stärker inszenieren, unter anderem durch bewegte Präsentationen, Live-Anwendungen, Erlebnisflächen und Inhalte für digitale Medien. Automatisierte Datenflüsse, Farbmanagement, Produktionssoftware oder Qualitätskontrolle lassen sich nicht wie eine fertige Verpackung anfassen. Live-Produktionen und verständlich dargestellte Prozesse machen solche Systeme sichtbarer, ohne die Fachinformation zu ersetzen.
Welche Kennzahlen für die drupa 2024 gelten
Bei den offiziellen Angaben zur drupa 2024 bestehen Unterschiede zwischen der unmittelbar nach der Veranstaltung veröffentlichten Abschlussmeldung und den später aktualisierten Veranstaltungsseiten.
| Quelle | Aussteller | Länder (Aussteller) | Fachbesucher | Länder (Besucher) | Nettofläche |
|---|---|---|---|---|---|
| Abschlussmeldung (7. Juni 2024) | 1.643 | 52 | rund 170.000 | 174 | nicht angegeben |
| Aktuelle drupa-Startseite | 1.614 | 49 | nicht angegeben | 173 | rund 150.000 m² |
| Detaillierte Strukturdaten | 1.614 | 49 | 165.551 registrierte Besucher | 173 | 138.773 m² |
Für präzise Kennzahlen werden in diesem Beitrag deshalb die detaillierten Strukturdaten verwendet; gerundete Angaben der aktuellen Startseite werden als solche gekennzeichnet. Die Abschlussmeldung unmittelbar nach Messeschluss nannte dagegen rund 170.000 Fachbesucher sowie zunächst 1.643 Aussteller aus 52 Nationen. Eine offizielle Erläuterung zu den unterschiedlichen Angaben liegt mit Datenstand 7. August 2026 nicht vor.
Was die Besucherstruktur über die Bedeutung der Messe zeigt
Die Besucherzahlen allein erklären die Stellung der drupa nur teilweise. Entscheidend ist die Zusammensetzung des Publikums. Nach Angaben des Veranstalters gehörten 2024 rund 76 Prozent der Besucher dem oberen oder mittleren Management an. Rund 96 Prozent erklärten in der Besucherbefragung, ihre mit dem Messebesuch verbundenen Ziele erreicht zu haben.
Mehr als die Hälfte der Fachbesucher kam aus der Druckindustrie. Die Verpackungsindustrie bildete die zweitgrößte Besuchergruppe. Hinzu kamen unter anderem:
- Markenunternehmen
- Agenturen
- Print Buyer
- Produktionsbetriebe
- Ingenieure
- IT-Fachleute
Für Hersteller von Maschinen, Software und Verarbeitungssystemen ist diese Struktur besonders relevant. Investitionen in industrielle Anlagen werden selten von einer einzelnen Person entschieden. Meist sind Geschäftsführung, Produktion, Technik, IT, Einkauf und Finanzierung beteiligt. Auf der drupa können mehrere Beteiligte eines solchen Prozesses innerhalb weniger Tage miteinander sprechen. Maschinen lassen sich im Betrieb vergleichen, Druckmuster prüfen und Schnittstellen zu Software, Materialien oder Weiterverarbeitung direkt klären.
Warum die drupa 2028 nur noch neun Tage dauert
Die drupa 2028 wird erstmals regulär von elf auf neun Messetage verkürzt. Die Messe Düsseldorf begründet die Änderung mit den veränderten Aufenthaltszeiten internationaler Fachbesucher und dem Wunsch nach einer konzentrierteren Veranstaltung.
Grundlage der Entscheidung waren unter anderem:
- Rückmeldungen des drupa-Komitees
- Aussteller- und Besucherbefragungen
- Einschätzungen von Verbänden und Partnern
- Erfahrungen anderer internationaler Investitionsgütermessen
Gerade Führungskräfte reisen häufig mit einem eng geplanten Terminprogramm an und verbringen nicht die gesamte Messelaufzeit in Düsseldorf. Für Aussteller können zwei entfallende Messetage Kosten für Personal, Unterkunft, Logistik und laufenden Standbetrieb reduzieren. Gleichzeitig konzentrieren sich Vorführungen und Gespräche auf einen kürzeren Zeitraum. Dadurch steigen die Anforderungen an Terminplanung, Personalbesetzung und Demonstrationsabläufe. Wer mehrere Maschinen täglich vorführen oder internationale Kundentermine koordinieren möchte, muss Zeitfenster und Zuständigkeiten früh festlegen.
Die Geschichte der drupa
Die erste drupa fand 1951 in Düsseldorf statt. Im Zusammenhang mit dieser Premiere wurde auch das drupa-Komitee gegründet. Das Gremium setzt sich paritätisch aus Vertretern der Aussteller- und Besucherseite zusammen und berät die Messe Düsseldorf bei der fachlichen und konzeptionellen Weiterentwicklung der Veranstaltung.
Die Geschichte der Messe ist eng mit der Entwicklung der Messe Düsseldorf verbunden. Die damalige Nordwestdeutsche Ausstellungsgesellschaft wurde am 7. Januar 1947 gegründet. In den folgenden Jahren konzentrierte sie sich auf spezialisierte Fachmessen. Der Erfolg von drupa, K und interpack führte dazu, dass die Kapazitäten des früheren Messegeländes an der Fischerstraße nicht mehr ausreichten. 1968 beschloss der Düsseldorfer Stadtrat die Verlegung des Geländes nach Stockum, im August 1969 wurde dort der Grundstein gelegt. Das neue Gelände wurde 1971 in Betrieb genommen: Die erste Ausbaustufe bestand aus zwölf Hallen mit 108.000 Quadratmetern Hallennutzfläche, gegenüber 65.000 Quadratmetern am früheren Standort.
Über die folgenden Jahrzehnte spiegelte die drupa wesentliche Veränderungen der Druckindustrie:
- höhere Produktionsgeschwindigkeiten
- Offset- und Rollendruck
- elektronische Druckvorstufe
- Computer-to-Plate
- Digitaldruck und Inkjet
- automatisierte Weiterverarbeitung
- vernetzte Produktionssysteme
- industrielle Druckanwendungen
- individualisierte und datenbasierte Produktion
Für 2020 war eine weitere drupa in Düsseldorf vorgesehen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Veranstaltung zunächst auf April 2021 verschoben und später als Präsenzmesse abgesagt. Vom 20. bis 23. April 2021 fand stattdessen die erste virtual.drupa statt. An dem digitalen Format beteiligten sich 212 Aussteller aus 35 Nationen. Das Programm umfasste mehr als 125 Live-Web-Sessions sowie 130 Vorträge in fünf Sonderforen. Die Präsenzmesse kehrte schließlich vom 28. Mai bis 7. Juni 2024 zurück. Zwischen den physischen Ausgaben von 2016 und 2024 lagen damit acht Jahre.
Welche Unternehmen auf der drupa ausstellen
Die drupa deckt große Teile der industriellen Wertschöpfungskette ab. Zu den relevanten Anbietergruppen gehören:
- Hersteller von Druckmaschinen
- Anbieter von Digitaldruck-, Inkjet- und Hybridsystemen
- Hersteller von Verpackungs- und Verarbeitungsanlagen
- Anbieter von Schneide-, Falz-, Klebe- und Veredelungstechnik
- Software- und Workflow-Spezialisten
- Hersteller von Automatisierungs- und Robotiklösungen
- Anbieter von Farben, Lacken, Papier, Folien und weiteren Materialien
- Hersteller von Mess-, Prüf- und Qualitätssicherungssystemen
- Anbieter industrieller und funktionaler Druckanwendungen
- Unternehmen aus Beratung, Finanzierung, Logistik und Service
- Hochschulen, Forschungsinstitute und Verbände
Besonders relevant ist die Messe für Unternehmen, deren Lösung mit mehreren Produktionsstufen zusammenwirkt. Ein Workflow-Anbieter muss beispielsweise zeigen, welche Maschinen, Datenformate und Produktionsumgebungen unterstützt werden. Bei einem neuen Material sind neben Druckqualität auch Trocknung, Weiterverarbeitung, Recyclingfähigkeit und Verfügbarkeit von Bedeutung. Die drupa ermöglicht es, solche Zusammenhänge entlang einer vollständigen Prozesskette zu betrachten.
Welche Themen 2028 im Mittelpunkt stehen
Automatisierung und vernetzte Produktion
Automatisierte Produktionssysteme sollen manuelle Eingriffe reduzieren, Fehler vermeiden und kleinere Auflagen wirtschaftlicher machen. Relevant ist dabei nicht allein die Automatisierung einer einzelnen Maschine. Entscheidend ist, wie Auftragsdaten, Produktionsplanung, Druck, Weiterverarbeitung und Qualitätskontrolle miteinander verbunden sind.
Künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz kann unter anderem bei Datenprüfung, Wartungsprognosen, Produktionsplanung, Bilderkennung, Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung eingesetzt werden. Für Besucher zählt vor allem der nachweisbare Nutzen: Systeme müssen zeigen, ob sie Rüstzeiten reduzieren, Fehler früher erkennen, Auslastung verbessern oder Bedienpersonal entlasten.
Packaging und Etikettendruck
Verpackungs- und Etikettenproduktion gehören zu den Wachstumsfeldern der Branche. Marken benötigen kleinere Auflagen, mehr Varianten und kürzere Reaktionszeiten. Dadurch gewinnen digitale und hybride Produktionsverfahren an Bedeutung, während Anforderungen an Material, Lebensmittelsicherheit, Veredelung, Recyclingfähigkeit und industrielle Weiterverarbeitung bestehen bleiben.
Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft
Nachhaltigkeit betrifft auf der drupa nicht nur Papier oder Farbe. Auch Energieverbrauch, Ausschuss, Wiederverwendbarkeit, Materialtrennung, Produktionsdaten und gesetzliche Vorgaben spielen eine Rolle. Eine belastbare Bewertung muss daher den gesamten Produktionsprozess betrachten: Ein Material kann recyclingfähig sein, während Beschichtung, Klebstoff oder Veredelung die spätere Verwertung erschweren.
Industrieller und funktionaler Druck
Industrieller Druck wird nicht ausschließlich für klassische Medienprodukte eingesetzt. Bedruckt werden unter anderem Textilien, Bauteile, Dekore, Elektronik, Verpackungen und technische Oberflächen. Für diese Anwendungen gelten häufig andere Anforderungen an Haftung, Beständigkeit, Präzision und Integration in industrielle Produktionslinien.
Was ein Messestand auf der drupa leisten muss
Die drupa stellt besondere Anforderungen an Standbau und Präsentation. Große Maschinen, hohe Aufbauten, laufende Produktionslinien und stark frequentierte Vorführungen bestimmen viele Hallenbereiche.
Live-Demonstrationen planbar machen
Besucher möchten reale Produktionsbedingungen sehen: Auftrags- und Materialwechsel, Rüstzeiten, Produktionsgeschwindigkeit, Farb- und Registerstabilität, Ausschuss beim Einrichten, Qualitätskontrolle sowie den Übergang zur Weiterverarbeitung. Eine Vorführung sollte einen klaren Anfang, einen verständlichen Ablauf und einen erkennbaren Ansprechpartner besitzen. Ohne Erläuterung bleibt selbst eine technisch beeindruckende Maschine für viele Besucher schwer einzuordnen.
Technische Fläche und Beratung trennen
Laufende Maschinen erzeugen Geräusche, Wärme und Besucheransammlungen. Gleichzeitig finden am Stand vertrauliche Investitions- und Projektgespräche statt. Sinnvoll ist deshalb eine erkennbare Trennung zwischen Besucherempfang, Maschinen- oder Produktpräsentation, Druckmuster- und Materialbereich, technischer Beratung, ruhigen Besprechungszonen sowie Lager, Personal und Versorgungstechnik.
Druckmuster nachvollziehbar kennzeichnen
Druckmuster sind auf der drupa wichtige Leistungsnachweise und sollten nicht nur dekorativ ausliegen. Hilfreiche Angaben sind das eingesetzte Druckverfahren, Maschine oder Produktionssystem, Material, Auflage, Veredelung und besondere Produktionsanforderungen. Dadurch wird aus einem attraktiven Muster ein überprüfbarer Anwendungsbeleg.
Software verständlich visualisieren
Digitale Prozesse sind schwieriger sichtbar zu machen als Maschinen. Eine komplexe Benutzeroberfläche erklärt noch nicht, welchen Vorteil eine Software bietet. Eine verständliche Präsentation beantwortet fünf Fragen: Welches Problem besteht im bisherigen Ablauf? Welche Daten übernimmt das System? Welche Schritte werden automatisiert? Wo werden Fehler oder Verzögerungen reduziert? Welches wirtschaftliche oder qualitative Ergebnis entsteht?
Internationale Kommunikation vorbereiten
Bei einem internationalen Besucheranteil von 80 Prozent sollten zentrale Standinhalte mindestens auf Deutsch und Englisch verfügbar sein. Das betrifft Beschriftungen, Präsentationen, Druckmuster, Terminplanung und digitale Kontakterfassung. Das Standteam sollte außerdem wissen, welche Personen technische, kaufmännische und sprachliche Zuständigkeiten übernehmen.
Eine ausführliche Grundlage für Standorganisation, Budget, Personal und Nachbereitung bietet der Messe-Ratgeber von displayhersteller.
Anmeldung und Flächenplanung für Aussteller
Die Anmeldung für die drupa 2028 ist seit Februar 2026 geöffnet. Der offizielle Anmeldeschluss ist der 31. Oktober 2026. Reguläre Standflächen beginnen bei 20 Quadratmetern; kleinere Flächen werden nur vergeben, wenn sie sich bei der Hallenplanung ergeben.
Zusätzlich zur eigentlichen Standmiete nennt der Veranstalter:
- eine technische Vorauszahlung von 40 Euro pro Quadratmeter
- einen AUMA-Beitrag von 0,60 Euro pro Quadratmeter
- eine obligatorische Mediapauschale
Die technische Vorauszahlung wird nach der Veranstaltung mit den tatsächlich bestellten Leistungen verrechnet. Nicht vollständig in der ersten Flächenkalkulation enthalten sind unter anderem Strom, Reinigung und weitere buchbare Dienstleistungen. Hinzu kommen je nach Standkonzept Kosten für Standbau, Logistik, Internet, Druckluft, Wasser, Personal, Reise, Unterkunft und Marketing. Bei großen Maschinen sind außerdem Zufahrten, Bodenlasten, Medienanschlüsse, Sicherheitsbereiche und Probebetrieb zu berücksichtigen.
Rechenbeispiel: technische Vorauszahlung und AUMA-Beitrag bei 50 Quadratmetern
Bei einer Standfläche von 50 Quadratmetern ergeben sich allein aus den beiden genannten Pauschalen folgende Beträge:
| Position | Satz | Betrag bei 50 m² |
|---|---|---|
| Technische Vorauszahlung | 40 Euro/m² | 2.000 Euro |
| AUMA-Beitrag | 0,60 Euro/m² | 30 Euro |
Hinzu kommen die obligatorische Mediapauschale sowie individuell gebuchte Leistungen wie Strom, Standbau, Logistik oder Personal, die in diesem Rechenbeispiel nicht enthalten sind.
So lässt sich ein Besuch der drupa vorbereiten
Die Hallen 1 bis 17 und das Freigelände bilden ein umfangreiches Messeareal. Ein vollständiger Rundgang ohne Prioritäten ist kaum sinnvoll. Besucher sollten vorab klären:
- Welche Produktionsstufe soll verbessert werden?
- Geht es um Kapazität, Qualität, Flexibilität oder Automatisierung?
- Welche Materialien und Formate müssen verarbeitet werden?
- Welche bestehenden Systeme müssen angebunden werden?
- Welche gesetzlichen Anforderungen sind relevant?
- Welche Investition ist kurz-, mittel- oder langfristig vorgesehen?
Auf dieser Grundlage lassen sich Aussteller, Vorführungen und Fachveranstaltungen auswählen. Für umfangreiche Maschinendemonstrationen oder Investitionsgespräche sollten Termine möglichst früh vereinbart werden.
Die drupa als Teil des Messestandorts Düsseldorf
Die Messe Düsseldorf verfügt über 18 Hallen mit insgesamt 262.727 Quadratmetern Hallenfläche und 43.000 Quadratmetern Freigelände. Für die drupa 2028 werden die Hallen 1 bis 17 sowie das Freigelände genannt. Die Nummerierung darf dabei nicht mit der Anzahl baulich eigenständiger Hallen verwechselt werden; die Bereiche 8a und 8b werden beispielsweise separat geführt.
Für eine Industriemesse ist die Infrastruktur besonders wichtig. Maschinen, Produktionslinien und umfangreiche Standbauten benötigen leistungsfähige Zufahrten, belastbare Hallenböden und technische Anschlüsse.
Weitere Informationen zu Gelände, Verkehrsanbindung, Hallenstruktur und anderen Veranstaltungen bietet der Beitrag über den Messestandort Düsseldorf.
Die drupa zwischen den Hauptveranstaltungen
Die Hauptveranstaltung der drupa bleibt im Vier-Jahres-Rhythmus. Zwischen den Messeterminen erweitert die Marke ihre Branchenpräsenz unter anderem durch drupa insights und das internationale drupa-alliance-Netzwerk. Mit drupa insights bietet die Marke seit 2026 regelmäßig aktualisierte Markt- und Technologieanalysen an. Zur drupa alliance gehören zudem Fachveranstaltungen in internationalen Märkten; das Netzwerk umfasst Veranstaltungen in mehreren Regionen und verbindet die Düsseldorfer Hauptmesse mit wichtigen Druck- und Verpackungsmärkten. Auch die PRINT & DIGITAL CONVENTION in Düsseldorf ist Teil des Portfolios. Dadurch verbindet die Marke die Düsseldorfer Hauptmesse mit regionalen Märkten, Wissenstransfer und weiteren Branchenformaten.
Häufige Fragen zur drupa Düsseldorf
Wann findet die nächste drupa statt?
Die nächste drupa findet vom 9. bis 17. Mai 2028 auf dem Messegelände Düsseldorf statt.
Wie lange dauert die drupa 2028?
Die drupa 2028 dauert neun Tage. Die Ausgabe 2024 hatte noch elf Messetage.
Warum wurde die Laufzeit verkürzt?
Der Veranstalter reagiert damit auf kürzere Aufenthaltszeiten internationaler Fachbesucher und den Wunsch nach einer konzentrierteren Veranstaltung.
Welche Hallen nutzt die drupa 2028?
Nach dem aktuellen Planungsstand nutzt die drupa die Hallen 1 bis 17 und das Freigelände der Messe Düsseldorf.
Wann findet die drupa nach 2028 statt?
Ein konkreter Folgetermin nach 2028 ist mit Datenstand 7. August 2026 noch nicht veröffentlicht. Die drupa soll grundsätzlich im Vier-Jahres-Rhythmus fortgeführt werden.
Wie viele Besucher hatte die drupa 2024?
Rund 170.000 Fachbesucher kamen zur drupa 2024. Der internationale Anteil lag bei 80 Prozent.
Wie viele Aussteller waren 2024 vertreten?
Die aktuell gepflegten drupa-Seiten nennen 1.614 Aussteller aus 49 Ländern. Die unmittelbar nach der Veranstaltung veröffentlichte Abschlussmeldung hatte zunächst 1.643 Aussteller aus 52 Nationen angegeben.
Ist die drupa ausschließlich eine Druckmaschinenmesse?
Nein. Die Messe umfasst neben Druckproduktion und Maschinen auch Verpackungsherstellung, Weiterverarbeitung, Materialien, Software, Automatisierung, Robotik, künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und industrielle Druckanwendungen.
Für welche Besucher ist die drupa relevant?
Zu den Zielgruppen gehören Druck- und Verpackungsunternehmen, Produktionsbetriebe, Ingenieure, IT-Fachleute, Einkäufer, Agenturen, Designer, Print Buyer, Markenunternehmen und Marketingverantwortliche.
Können sich Aussteller bereits für 2028 anmelden?
Ja. Die Ausstelleranmeldung ist geöffnet. Der offizielle Anmeldeschluss ist der 31. Oktober 2026.
Wie groß muss eine Standfläche mindestens sein?
Die reguläre Mindestfläche beträgt 20 Quadratmeter. Kleinere Flächen werden nur vergeben, wenn sie sich aus der Hallenplanung ergeben.
Fazit
Die drupa 2028 verändert ihre Perspektive
Maschinen und industrielle Produktionssysteme bleiben das Zentrum der drupa. Das Messekonzept für 2028 erweitert jedoch die Perspektive. Mit grow, create, learn und play sollen Technologien, Markenanwendungen, Wissen und erlebbare Präsentationen enger miteinander verbunden werden. Brand Owner, Designer und Verpackungsverantwortliche werden stärker angesprochen, ohne dass die technische Ausrichtung der Messe verloren geht.
Die Kennzahlen von 2024 zeigen eine hohe internationale Reichweite und einen großen Anteil von Führungskräften. Für Aussteller entsteht daraus die Chance, technische Lösungen vor einem globalen Fachpublikum zu präsentieren. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an verständliche Prozesse, koordinierte Live-Demonstrationen und mehrsprachige Beratung.
Die verkürzte Laufzeit konzentriert Gespräche und Vorführungen auf neun Tage. Eine frühzeitige Planung wird dadurch wichtiger. Für Besucher liegt der besondere Wert der drupa im direkten Vergleich: Maschinen können im Betrieb beobachtet, Materialien geprüft, Workflows analysiert und Anbieter unterschiedlicher Produktionsstufen an einem Ort zusammengebracht werden.
Quellenangabe
[1] drupa / Messe Düsseldorf GmbH: „Daten & Fakten”, Termin, Gelände, Produktbereiche und Besucherzielgruppen der drupa 2028, abgerufen am 7. August 2026. https://www.drupa.de/de/Ausstellen/Informationen/Daten_Fakten
[2] drupa / Messe Düsseldorf GmbH: „Startschuss für die drupa 2028: Ausstelleranmeldungen ab sofort möglich”, Pressemitteilung vom 11. Februar 2026. https://www.drupa.de/de/Media_News/Presse/Pressematerial/Pressemitteilungen/Startschuss_f%C3%BCr_die_drupa_2028_Ausstelleranmeldungen_ab_sofort_m%C3%B6glich
[3] drupa / Messe Düsseldorf GmbH: „Die neue drupa 2028″, Erlebniscluster grow, create, learn und play, abgerufen am 7. August 2026. https://www.drupa.de/de/Home/Die_neue_drupa
[4] drupa / Messe Düsseldorf GmbH: Startseite und Strukturdaten der drupa 2024, aktuell ausgewiesene Kennzahlen zur Veranstaltung, abgerufen am 7. August 2026. https://www.drupa.de/ und https://www.drupa.de/de/Ausstellen/Informationen/Strukturdaten_drupa_2024
[5] drupa / Messe Düsseldorf GmbH: „Begeisterung und Rekordabschlüsse auf der drupa 2024″, Abschlussmeldung vom 7. Juni 2024. https://www.drupa.de/de/Media_News/Presse/Pressematerial/Pressemitteilungen/Begeisterung_und_Rekordabschl%C3%BCsse_auf_der_drupa_2024
[6] drupa / Messe Düsseldorf GmbH: „Save the date: Nächste drupa vom 9. bis 17. Mai 2028″, Pressemitteilung vom 24. September 2024. https://www.drupa.de/de/Media_News/Presse/Pressematerial/Pressemitteilungen/Save_the_date_N%C3%A4chste_drupa_vom_9._bis_17._Mai_2028
[7] drupa / Messe Düsseldorf GmbH: „Dr. Andreas Pleßke als Vorsitzender des drupa-Komitees bestätigt – Weichen für die Zukunft der Weltleitmesse gestellt”, Pressemitteilung vom 6. Februar 2025. https://www.drupa.de/de/Media_News/Presse/Pressematerial/Pressemitteilungen/Dr._Andreas_Ple%C3%9Fke_als_Vorsitzender_des_drupa-Komitees_best%C3%A4tigt_%E2%80%93_Weichen_f%C3%BCr_die_Zukunft_der_Weltleitmesse_gestellt
[8] Messe Düsseldorf GmbH: „Unsere Geschichte”, Gründung der Messegesellschaft und Entwicklung der Düsseldorfer Fachmessen, abgerufen am 7. August 2026. https://www.messe-duesseldorf.de/de/ueber_uns/geschichte
[9] Messe Düsseldorf GmbH: „50 Jahre Messegelände in Stockum – ein Meilenstein der Düsseldorfer Stadtentwicklung”, Geschichte des neuen Messegeländes, abgerufen am 7. August 2026. https://www.messe-duesseldorf.de/de/Presse/Newsroom/50_Jahre_Messegel%C3%A4nde_in_Stockum_%E2%80%93_ein_Meilenstein_der_D%C3%BCsseldorfer_Stadtentwicklung
[10] drupa / Messe Düsseldorf GmbH: „virtual.drupa setzt wichtige Impulse für die globale Print & Packaging Industrie”, Abschlussmeldung zur digitalen Veranstaltung 2021. https://www.drupa.de/de/Media_News/Presse/Pressematerial/Pressemitteilungen/virtual.drupa_setzt_wichtige_Impulse_f%C3%BCr_die_globale_Print_Packaging_Industrie
[11] drupa / Messe Düsseldorf GmbH: „drupa insights geht online: Neue Wissensplattform für Markt- und Zukunftsanalysen”, Pressemitteilung vom 11. März 2026. https://www.drupa.de/de/Media_News/Presse/Pressematerial/Pressemitteilungen/drupa_insights_geht_online_Neue_Wissensplattform_f%C3%BCr_Markt-_und_Zukunftsanalysen
[12] drupa / Messe Düsseldorf GmbH: „drupa alliance – Global portfolio for printing technologies”, internationale Veranstaltungen und Termine, abgerufen am 7. August 2026. https://www.drupa.de/de/drupa_alliance/drupa_alliance_Events/%C3%9Cberblick
[13] drupa / Messe Düsseldorf GmbH: „Standflächenrechner”, Mindestfläche, technische Vorauszahlung, AUMA-Beitrag und weitere Kostenhinweise für 2028, abgerufen am 7. August 2026. https://www.drupa.de/de/Ausstellen/Messeteilnahme/Standfl%C3%A4chenrechner
[14] Messe Düsseldorf GmbH: „Gelände & Services”, Hallen- und Freigeländeflächen, abgerufen am 7. August 2026. https://www.messe-duesseldorf.de/de/gelaende_und_services/gelaende_und_services
Selin ist offiziell seit 2024 Teil des Teams von Displayhersteller.de und bringt frischen Wind sowie ein feines Gespür für Inhalte mit. Als Mediengestalterin mit Schwerpunkt Content Management sorgt sie dafür, dass alle Informationen rund um unsere Produkte strukturiert, ansprechend und informativ aufbereitet sind. Messe-DNA hat sie quasi im Blut – aufgewachsen in einem familiengeführten Messebauunternehmen, kennt sie die Branche von Grund auf. Ihre Mischung aus Textsicherheit und Messeerfahrung macht sie zu einer wertvollen Stimme im Ratgeber von Displayhersteller.de.










