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Zuletzt aktualisiert am 5. August 2026 von Selin Alica

Die Messe München gehört zu den international bedeutenden Messeplätzen für Investitionsgüter, Technologien und spezialisierte Fachbranchen. Veranstaltungen wie bauma, BAU, IFAT, electronica, analytica und transport logistic bringen Hersteller, Zulieferer, Forschung, Verbände, Fachmedien und internationale Entscheider in München zusammen.

Das Geschäftsjahr 2025 war das bislang erfolgreichste in der Geschichte der Messegesellschaft. Insgesamt kamen 34.600 Aussteller und mehr als 2,5 Millionen Besucher zu Veranstaltungen am Standort München. Konzernweit erreichte die Messe München 594 Millionen Euro Umsatz, ein EBITDA von 175 Millionen Euro und ein Jahresergebnis von 99 Millionen Euro.

Eine 2026 veröffentlichte Untersuchung der Prognos AG beziffert den bundesweiten Wirtschaftseffekt eines durchschnittlichen Messejahres in München auf 4,45 Milliarden Euro. Rund 34.400 Arbeitsplätze sollen durch die Veranstaltungen bundesweit gesichert werden.

Diese Kennzahlen zeigen die Größe und wirtschaftliche Bedeutung des Standorts. Sie sagen jedoch noch nicht, ob sich die Teilnahme an einer konkreten Messe für ein bestimmtes Unternehmen lohnt. Dafür sind die Zusammensetzung der Besucher, die Kosten des Auftritts, die Qualität der Gespräche, die eigenen Messeziele und die Nachbearbeitung entscheidend.

1. Messe München auf einen Blick

Kennzahl Aktueller Stand
Gründung der Messegesellschaft 1. April 1964
Eröffnung des Geländes in München-Riem 12. Februar 1998
Messehallen 18
Hallenfläche rund 200.000 m²
Freigelände rund 414.000 m²
Eingänge 5
Hallennahe Konferenz- und Besprechungsräume rund 100
Weltleitmessen im aktuellen Portfolio 14
Messen im weltweiten Portfolio rund 90
Aussteller am Standort München 2025 34.600
Besucher am Standort München 2025 mehr als 2,5 Millionen
Konzernumsatz 2025 594 Millionen Euro
Konzern-EBITDA 2025 175 Millionen Euro
Konzernjahresergebnis 2025 99 Millionen Euro
Internationale Aussteller bei Eigenveranstaltungen 2025 60,2 %
Internationale Besucher bei Eigenveranstaltungen 2025 40,7 %
Wirtschaftseffekt eines durchschnittlichen Messejahres 4,45 Milliarden Euro
Bundesweit gesicherte Arbeitsplätze rund 34.400

Die Angaben beziehen sich auf unterschiedliche Betrachtungsebenen. Hallen- und Freigeländedaten beschreiben das Trade Fair Center in München-Riem. Besucher- und Ausstellerzahlen beziehen sich auf den Standort München im Ausnahmejahr 2025. Umsatz, EBITDA und Jahresergebnis werden zum Teil für den gesamten Konzern einschließlich der Auslandsgesellschaften ausgewiesen.

2. Was ist mit „Messe München” gemeint?

Der Begriff „Messe München” wird für mehrere Einrichtungen und organisatorische Ebenen verwendet. Gemeint sein können:

  • die Messe München GmbH als Veranstalterin und Betreiberin
  • das Trade Fair Center Messe München in Riem
  • der Münchner Messe- und Kongressstandort
  • die international tätige Unternehmensgruppe
  • eine einzelne von der Messe München veranstaltete Messe

Diese Unterscheidung ist für Besucher und Aussteller wichtig. Eine Veranstaltung mit dem Hinweis „Messe München” findet nicht automatisch in einer der großen Hallen in Riem statt. Zu den vier zentralen Veranstaltungsorten gehören: das Trade Fair Center Messe München, das ICM – International Congress Center Messe München, das CCN – Conference Center North Messe München, das MOC – Event Center Messe München.

Das Trade Fair Center, das ICM und das CCN befinden sich in München-Riem. Das MOC liegt dagegen in München-Freimann und ist ein eigenständiger Veranstaltungsort.

Vor Hotelbuchung, Standplanung oder Anlieferung sollte deshalb immer geprüft werden, welche Location tatsächlich gemeint ist. Zufahrten, Aufbauzeiten, technische Vorgaben und Raumstrukturen unterscheiden sich erheblich.

3. Die Geschichte der Messe München

Gründung im Jahr 1964

Die heutige Unternehmensgeschichte beginnt am 1. April 1964 mit der Gründung der Münchner Messe- und Ausstellungsgesellschaft. Sie löste den Verein Ausstellungspark München ab und übernahm den Messebetrieb auf dem damaligen Gelände an der Theresienhöhe.

Gesellschafter waren die Landeshauptstadt München, der Freistaat Bayern, die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern sowie die Handwerkskammer. Im ersten Geschäftsjahr veranstaltete die neue Gesellschaft sieben eigene Messen. Zu den frühen Formaten gehörten bereits bauma, electronica und BAU.

Die Gründung war Teil einer wirtschaftspolitischen Entscheidung, München als professionell geführten nationalen und internationalen Messeplatz weiterzuentwickeln.

Internationale Verkehrsausstellung 1965

Bereits ein Jahr nach der Gründung organisierte die Messegesellschaft mit der dritten Internationalen Verkehrsausstellung ein Großereignis von internationaler Bedeutung.

Die Ausstellung dauerte 101 Tage und beschäftigte sich unter anderem mit Eisenbahn, Straßenverkehr, öffentlichem Nahverkehr, Schifffahrt, Bergbahnen und Raumfahrt. Nach Angaben der Messe München kamen rund 3,2 Millionen Besucher.

Die Veranstaltung war keine klassische Fachmesse, sondern eine langfristig angelegte Leistungs- und Publikumsschau. Sie zeigte früh, welches Potenzial München als Standort für technische und gesellschaftliche Großveranstaltungen besaß.

Ausbau des Portfolios und Internationalisierung

Im Jahr 1967 übernahm die Messegesellschaft die zuvor privat organisierte bauma. In den folgenden Jahrzehnten kamen Veranstaltungen aus den Bereichen Bau, Elektronik, Logistik, Analytik, Umwelttechnologie, Photonik, Sport und Konsumgüter hinzu.

Mit dem Erwerb des Internationalen Messe- und Ausstellungsdienstes IMAG im Jahr 1980 wurde das Auslandsgeschäft systematisch ausgebaut. Aus dem regional geprägten Messeveranstalter entwickelte sich ein international tätiges Unternehmen mit eigenen Gesellschaften, Beteiligungen und Kooperationen in wichtigen Wachstumsmärkten.

Eröffnung des MOC 1993

Das MOC in München-Freimann wurde 1993 eröffnet. Das von Helmut Jahn entworfene Gebäude ergänzte das Messeangebot um eine Location für spezialisierte Fachmessen, Orderveranstaltungen, Kongresse und dauerhaft nutzbare Showrooms.

Heute verfügt das MOC über vier barrierefreie Hallen, 13.770 Quadratmeter Hallenfläche und 140 verglaste Show- und Break-out-Räume.

Warum die Theresienhöhe zu klein wurde

Das frühere Gelände an der Theresienhöhe war über Jahrzehnte erweitert worden. Die innerstädtische Lage setzte dem weiteren Wachstum jedoch Grenzen.

Größere Maschinen, komplexere Standbauten, internationale Logistikströme und steigende Besucherzahlen verlangten nach mehr Hallenfläche, leistungsfähigeren Zufahrten und zusätzlichen Freiflächen. Wegen der umliegenden Bebauung waren solche Erweiterungen kaum noch möglich.

Nach der Schließung des Flughafens München-Riem bot das ehemalige Flughafengelände die Möglichkeit, eine vollständig neue Messeanlage zu planen.

Eröffnung der Neuen Messe München 1998

Der erste Spatenstich erfolgte am 9. September 1994. Am 12. Februar 1998 wurde die Neue Messe München in Riem offiziell eröffnet.

Zum Start standen 13 Hallen und rund 140.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Gleichzeitig nahm das ICM seinen Betrieb auf. Der Umzug schuf die Voraussetzungen dafür, bestehende Leitmessen weiter auszubauen und besonders flächenintensive Veranstaltungen langfristig in München zu halten.

Bauliche Vollendung 2018

Das Gelände wurde nach 1998 in mehreren Bauabschnitten erweitert. Am 13. Dezember 2018 wurden die Hallen C5 und C6 sowie das Conference Center North eröffnet.

Damit war die ursprüngliche Planung des Riemer Messegeländes baulich vollendet. Seitdem verfügt das Trade Fair Center über 18 Hallen mit rund 200.000 Quadratmetern Hallenfläche.

4. Das Trade Fair Center in München-Riem

Das Trade Fair Center zählt zu den größten zusammenhängenden Messeanlagen Deutschlands. Die Hallen sind entlang einer zentralen Ost-West-Achse angeordnet und über Eingänge, Atrien und Übergänge miteinander verbunden.

Hallen und technische Voraussetzungen

Die 18 Messehallen sind:

  • ebenerdig
  • barrierefrei
  • säulenfrei
  • zwischen elf und 16 Meter hoch
  • vollständig befahrbar
  • mit eigenen Anlieferzonen ausgestattet

Diese Voraussetzungen sind besonders für schwere Maschinen, Fahrzeuge, Industrieanlagen, großformatige Exponate und komplexe Standbauten wichtig. Produkte können direkt in die Hallen eingebracht werden, ohne enge Zugänge, Treppen oder Lastenaufzüge überwinden zu müssen.

Fünf Eingänge ermöglichen eine flexible Erschließung des Geländes. Welche Eingänge tatsächlich geöffnet werden, hängt von der jeweiligen Veranstaltung und der Hallenbelegung ab.

Rund 100 hallennahe Konferenz- und Besprechungsräume ergänzen die Ausstellungsflächen. Sie können für Workshops, Pressegespräche, Kundentermine und vertrauliche Besprechungen genutzt werden.

Freigelände

Zusätzlich zu den Hallen stehen rund 414.000 Quadratmeter Freigelände zur Verfügung.

Die Außenflächen sind besonders für Veranstaltungen relevant, auf denen Baumaschinen, Fahrzeuge, Anlagen oder technische Verfahren im Betrieb gezeigt werden. Die bauma nutzt Hallen und Freigelände in besonders großem Umfang.

Aus der Hallenfläche und dem Freigelände ergibt sich eine rechnerische Gesamtfläche von rund 614.000 Quadratmetern. Diese Zahl entspricht jedoch nicht der bei jeder Veranstaltung tatsächlich belegten Ausstellungsfläche. Verkehrswege, Logistikbereiche, Sicherheitszonen und nicht gebuchte Flächen müssen gesondert berücksichtigt werden.

5. ICM, CCN und MOC

ICM – International Congress Center

Direkt an das Trade Fair Center angeschlossen. Kapazität bis zu 6.000 Personen, 20 Säle, 27 Tagungsbüros und rund 7.000 Quadratmeter nutzbare Ausstellungsfläche. Geeignet für wissenschaftliche Kongresse, Hauptversammlungen, Tagungen, Firmenevents und messebegleitende Konferenzen.

CCN – Conference Center North

Liegt im nordöstlichen Bereich des Messegeländes und ist mit den angrenzenden Hallen verbunden. Platz für bis zu rund 1.000 Personen, zusätzlich etwa 1.280 Quadratmeter Foyerfläche. Eigenständig oder in Kombination mit Messehallen nutzbar.

MOC – Event Center Messe München

Liegt in München-Freimann und ist kein Bestandteil des Messegeländes in Riem. Umfasst vier barrierefreie Hallen, rund 30.000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche (davon 13.770 Quadratmeter Hallenfläche) sowie 140 Show- und Break-out-Räume. Geeignet vor allem für spezialisierte Fach- und Publikumsmessen, Orderveranstaltungen und Formate mit vielen separaten Präsentations- oder Gesprächsräumen.

6. Die 14 Weltleitmessen der Messe München

Die Messe München führt aktuell 14 Weltleitmessen in ihrem Portfolio. Das Unternehmen definiert sie als die jeweils größten internationalen Branchentreffen ihres Bereichs.

Bereich Weltleitmessen
Bau, Maschinen und Infrastruktur BAU (Architektur, Materialien und Systeme); bauma (Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte); ceramitec (Keramik- und Pulvermetallurgieindustrie); IFAT (Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft); transport logistic (Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management)
Elektronik, Automation und Zukunftstechnologien analytica (Labortechnik, Analytik und Biotechnologie); automatica (intelligente Automation und Robotik); electronica (elektronische Komponenten, Systeme und Anwendungen); Laser World of Photonics (Laser- und Photoniktechnologien); LOPEC (gedruckte Elektronik); productronica (Entwicklung und Fertigung von Elektronik); World of Quantum (Quantentechnologien)
Produktion und Konsumgüter drinktec (Getränke- und Liquid-Food-Technologie); ISPO (Sport-Business)

Nicht alle Leitmessen finden jährlich statt. Die Veranstaltungszyklen reichen von einem bis zu mehreren Jahren. Einige Marken werden zusätzlich als Regionalveranstaltungen in internationalen Märkten fortgeführt.

Zum Münchner Portfolio gehören außerdem bedeutende Veranstaltungen wie EXPO REAL, INHORGENTA, f.re.e und die gemeinsam mit dem Verband der Automobilindustrie durchgeführte IAA MOBILITY. Mehr zur IAA MOBILITY München lesen Sie im separaten Ratgeber zur IAA MOBILITY.

7. Das Rekordjahr 2025 richtig einordnen

Im Jahr 2025 fanden am Standort München 18 Eigen-, Beteiligungs- und Kooperationsveranstaltungen sowie 74 Gastveranstaltungen statt. Darunter waren zehn der 14 Weltleitmessen.

Diese außergewöhnlich dichte Veranstaltungsfolge führte zum besten Geschäftsergebnis der Unternehmensgeschichte. Konzernweit wurden 594 Millionen Euro Umsatz, 175 Millionen Euro EBITDA und 99 Millionen Euro Jahresergebnis erzielt. Auf den Standort München entfielen: 517 Millionen Euro Umsatz, 152 Millionen Euro EBITDA, 88 Millionen Euro Jahresergebnis.

Diese Werte dürfen nicht als jährlich wiederkehrender Normalzustand interpretiert werden. Großveranstaltungen wie bauma, BAU, drinktec und transport logistic folgen unterschiedlichen Turnussen. Jahre mit mehreren gleichzeitig stattfindenden Leitmessen sind deshalb nur eingeschränkt mit regulären Messejahren vergleichbar.

Für 2026 nennt die Messe München am Hauptstandort einen regulären Kalender mit 15 Eigenveranstaltungen, Beteiligungen und Kooperationen sowie 93 Gastveranstaltungen.

Internationale Reichweite

Bei den Eigenveranstaltungen 2025 kamen 40,7 Prozent der Besucher und 60,2 Prozent der Aussteller aus dem Ausland.

Für exportorientierte Unternehmen kann diese internationale Zusammensetzung besonders wertvoll sein. Sie ermöglicht es, bestehende Kunden, mögliche Vertriebspartner und neue Märkte innerhalb weniger Tage an einem Standort zu erreichen.

Auch das Auslandsgeschäft der Messe München wuchs weiter. Im Jahr 2025 fanden 42 Auslandsveranstaltungen mit mehr als 1,8 Millionen Besuchern und rund 17.000 Ausstellern statt.

Der Auslandsanteil ist dennoch kein automatischer Erfolgsbeleg. Entscheidend bleibt, ob die vertretenen Länder, Branchen und Entscheidungsfunktionen zur Zielsetzung des Ausstellers passen.

8. Wirtschaftliche Bedeutung des Messestandorts

Die Prognos AG untersuchte im Auftrag der Messe München die wirtschaftlichen Auswirkungen eines durchschnittlichen Veranstaltungsjahres.

Nach der 2026 veröffentlichten Studie erzeugen die Messen und Kongresse bundesweit einen Wirtschaftseffekt von 4,45 Milliarden Euro und sichern rund 34.400 Arbeitsplätze. Davon entfallen: rund 17.600 Arbeitsplätze auf München, rund 24.800 Arbeitsplätze auf Bayern einschließlich München, rund 34.400 Arbeitsplätze auf Deutschland.

Gegenüber der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2019 stieg der berechnete bundesweite Wirtschaftseffekt um 35 Prozent. Die Zahl der gesicherten Arbeitsplätze erhöhte sich um 26 Prozent.

Welche Branchen profitieren?

Die 4,45 Milliarden Euro entsprechen nicht dem Umsatz der Messegesellschaft. Erfasst werden zusätzliche wirtschaftliche Aktivitäten, die durch Aussteller, Besucher und Veranstaltungen entstehen. Dazu gehören Ausgaben für Hotels und Unterkünfte, Gastronomie, Standbau und Standgestaltung, Druck und Werbetechnik, Logistik und Transport, Veranstaltungstechnik, Catering, Sicherheits- und Personaldienstleistungen, Handel und Mobilität.

Allein in München ordnet die Studie etwa 7.700 Arbeitsplätze den messenahen Dienstleistungen zu. Rund 5.000 Arbeitsplätze entfallen auf das Gastgewerbe. Etwa 1,7 Millionen der 19,7 Millionen Münchner Übernachtungen des Jahres 2025 werden dem Messe- und Kongressgeschäft zugerechnet.

Methodische Grenzen

Für die Untersuchung wurden 2024 und 2025 bei sieben Veranstaltungen rund 2.600 Aussteller und 6.200 Besucher befragt. Erfasst wurden vor allem veranstaltungsbezogene Ausgaben, die anschließend auf ein durchschnittliches Messejahr hochgerechnet wurden.

Die Studie liefert eine nachvollziehbare gesamtwirtschaftliche Einordnung. Sie wurde jedoch im Auftrag der Messe München erstellt und bewertet nicht den Erfolg einzelner Aussteller.

9. Investitionen und Entwicklung bis 2030

Die Messe München plant bis 2030 Investitionen von rund 80 Millionen Euro in die Modernisierung des Standorts. Zu den angekündigten Maßnahmen gehören die technische Ertüchtigung des Freigeländes Nord, der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf dem Parkhaus West, zusätzliche Digital-Signage-Flächen, technische Modernisierungen und Verbesserungen der Energieeffizienz.

KI im Messegeschäft

Die Messe München verfolgt zudem eine Strategie für den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen für individualisierte Informationen, Matchmaking, Datenanalyse, Leadgenerierung und interne Verwaltungsprozesse.

Für Aussteller kann dies die Suche nach relevanten Gesprächspartnern erleichtern. Ob daraus tatsächlich mehr qualifizierte Kontakte entstehen, hängt jedoch von Datenqualität, Nutzerakzeptanz und der konkreten Umsetzung ab.

Expansion in Nordamerika

Mit dem Erwerb des US-amerikanischen Messedienstleisters Tradeshow Logic gründete die Messe München Anfang 2026 eine neue Tochtergesellschaft für den nordamerikanischen Markt. Der Schritt ergänzt Veranstaltungen wie analytica USA und transport logistic Americas und soll die operative Grundlage für weiteres Wachstum in den Vereinigten Staaten schaffen.

DMEA ab 2027 in München

Vom 13. bis 15. April 2027 findet die DMEA erstmals auf dem Gelände der Messe München statt. Die Veranstaltung gilt als bedeutender europäischer Treffpunkt für Digital Health und IT im Gesundheitswesen. Sie wird gemeinsam mit dem Bundesverband Gesundheits-IT durchgeführt. Erwartet werden jährlich mehr als 20.000 Besucher und über 800 Aussteller.

10. Welche Chancen bietet München Ausstellern?

Die Größe des Messegeländes ist allein noch kein Grund für eine Beteiligung. Entscheidend ist die Übereinstimmung zwischen Veranstaltung, Zielgruppe, Produkt und Unternehmensstrategie.

  • Internationale Fachkontakte: 2025 kamen 60,2 % der Aussteller und 40,7 % der Besucher aus dem Ausland – bestehende Kunden, Vertriebspartner und Zielmärkte lassen sich innerhalb weniger Tage an einem Standort erreichen
  • Große und technische Exponate: befahrbare Hallen, direkte Anlieferzonen und umfangreiche Außenflächen bieten gute Voraussetzungen für Maschinen, Fahrzeuge und Industrieanlagen
  • Sichtbarkeit auf internationalen Leitmessen: Weltleitmessen ziehen Fachmedien, Verbände, Analysten und internationale Unternehmensvertreter an

Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten kann die praktische Demonstration die Gesprächsqualität deutlich verbessern.

11. Nachhaltigkeit und Energieversorgung

Die Messe München erarbeitet derzeit auf Basis der gesetzlichen Berichtsstandards für die Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) die erforderliche Datengrundlage und führt eine Wesentlichkeitsanalyse durch. Auf dieser Basis sollen neue strategische Nachhaltigkeitsziele festgelegt und bereits etablierte Maßnahmen weiterentwickelt werden.

Stromversorgung und Photovoltaik

Seit der Eröffnung des Riemer Geländes im Jahr 1998 erzeugt eine Photovoltaikanlage auf der B-Hallenreihe Solarstrom. Bei ihrer Inbetriebnahme war sie die weltweit erste PV-Dachanlage mit einer Peakleistung von mehr als einem Megawatt und zählt weiterhin zu den großen Anlagen ihrer Art. Nicht selbst erzeugter Strom wird seit Anfang 2020 vollständig als Ökostrom zugekauft.

Wärmeversorgung

Rund zwei Drittel des Wärmebedarfs des Messegeländes werden über Fernwärme der Stadtwerke München gedeckt, die bereits anteilig aus Tiefengeothermie stammt. Etwa ein Drittel wird über ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk und dezentrale Gaskessel gedeckt.

LED-Technik, Grünflächen und Ladeinfrastruktur

Die Umrüstung der Hallenbeleuchtung auf LED-Technik soll 2026 abgeschlossen werden. Das Gelände verfügt über rund 220.000 Quadratmeter Grünfläche, 2.500 Bäume und 73.000 Quadratmeter begrünte Hallendächer. Für Elektrofahrzeuge stehen mehr als 150 Ladepunkte zur Verfügung.

Die Maßnahmen der Messe München betreffen die Infrastruktur des Standorts; die Umweltwirkung eines konkreten Messeauftritts hängt zusätzlich von Anreise, Logistik und Standkonzept des jeweiligen Ausstellers ab.

12. Anreise zum Messegelände

Mit der U-Bahn: Das Trade Fair Center ist über die U-Bahn-Linie U2 an die Haltestellen Messestadt West und Messestadt Ost angebunden. Vom Münchner Hauptbahnhof dauert die direkte Fahrt ohne Umstieg knapp 20 Minuten. Messestadt West eignet sich vor allem für den Eingang West und das ICM. Messestadt Ost erschließt den östlichen Geländebereich und das CCN.

Mit S-Bahn und Bus: Alternativ kann die S-Bahn-Linie S2 bis Riem genutzt werden. Dort besteht Anschluss an den Bus in Richtung Messestadt. Welche Verbindung sinnvoll ist, hängt vom geöffneten Eingang und der gebuchten Halle ab.

Mit dem Auto: Das Gelände liegt direkt an der Autobahn A94. Wichtige Ausfahrten sind München-Riem und Feldkirchen-West. Bei größeren Veranstaltungen führt ein dynamisches Verkehrsleitsystem zu den geöffneten Parkflächen. Aussteller sollten für Anlieferung und Aufbau die veranstaltungsspezifischen Zufahrts- und Kautionsregelungen beachten.

Vom Flughafen München: Der Flughafen München liegt rund 42 Kilometer vom Messegelände entfernt. Die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert je nach Verbindung ungefähr 45 bis 60 Minuten. Bei ausgewählten Großveranstaltungen werden direkte Shuttlebusse angeboten.

Ausgewählte Messetermine 2026 und 2027

Veranstaltung Termin
EXPO REAL 2026 5.–7. Oktober 2026
electronica 2026 10.–13. November 2026
BAU 2027 11.–15. Januar 2027
f.re.e 2027 10.–14. Februar 2027
DMEA 2027 13.–15. April 2027
transport logistic 2027 26.–29. April 2027
Laser World of Photonics 2027 22.–25. Juni 2027
World of Quantum 2027 22.–25. Juni 2027

Termine können sich ändern und sollten vor Stand-, Hotel- oder Reisebuchung auf der jeweiligen Veranstaltungsseite geprüft werden.

13. Häufig gestellte Fragen zur Messe München

Wie groß ist die Messe München?

Das Trade Fair Center in Riem umfasst 18 Hallen mit rund 200.000 Quadratmetern Hallenfläche und rund 414.000 Quadratmetern Freigelände. Die rechnerische Summe entspricht nicht automatisch der bei jeder Veranstaltung tatsächlich belegten Ausstellungsfläche.

Welche ist die größte Messe in München?

Die bauma ist die flächenmäßig größte Veranstaltung am Standort. Sie nutzt die Hallen sowie große Teile des Freigeländes.

Wie viele Weltleitmessen hat die Messe München?

Das aktuelle Messeportfolio umfasst 14 Weltleitmessen. Dazu gehören unter anderem bauma, BAU, IFAT, electronica, analytica, transport logistic und drinktec.

Wie viele Besucher kommen jährlich?

Die Besucherzahl hängt stark von den Veranstaltungszyklen ab. Im Ausnahmejahr 2025 kamen mehr als 2,5 Millionen Besucher an den Standort München. In regulären Jahren kann der Wert deutlich niedriger liegen.

Ist das MOC Teil des Messegeländes in Riem?

Nein. Das MOC ist ein eigenständiger Veranstaltungsort in München-Freimann. Das Trade Fair Center, das ICM und das CCN befinden sich in Riem.

Lohnt sich eine Messeteilnahme in München?

Eine Beteiligung kann besonders für Unternehmen aus den Bereichen Bau, Umwelttechnologie, Elektronik, Automation, Logistik und industrielle Produktion relevant sein. Entscheidend ist, ob die Besucherstruktur und internationale Ausrichtung der jeweiligen Münchner Veranstaltung zu den eigenen Zielmärkten passen.

Fazit: Wie attraktiv ist der Messestandort München?

Die Messe München verbindet ein großflächiges, technisch leistungsfähiges Gelände mit einem international ausgerichteten Veranstaltungsportfolio. Besonders relevant ist der Standort für Unternehmen aus den Bereichen Bau, Investitionsgüter, Umwelttechnologie, Elektronik, Automation, Logistik und industrielle Produktion.

Das Rekordjahr 2025 zeigt die mögliche Reichweite in einem außergewöhnlich starken Veranstaltungszyklus. Die Prognos-Studie verdeutlicht zusätzlich die wirtschaftliche Bedeutung für Standbau, Logistik, Hotellerie, Gastronomie und weitere Dienstleistungsbereiche.

Mit Investitionen von rund 80 Millionen Euro bis 2030, einer KI-Strategie, internationaler Expansion und der Ansiedlung der DMEA entwickelt die Messe München Standort und Portfolio weiter.

Für einzelne Aussteller bleibt dennoch die Zielgruppenpassung entscheidend. Eine Weltleitmesse kann internationale Sichtbarkeit, persönliche Entscheiderkontakte und wertvolle Marktinformationen ermöglichen. Sie bringt aber auch hohe Kosten, organisatorischen Aufwand und starken Wettbewerb mit sich.

Quellenangabe

1. Messe München GmbH: „Messe München erzielt Rekordergebnis im Mega-Messejahr”, Pressemitteilung vom 24. Juni 2026. https://messe-muenchen.de/de/presse/pressemitteilungen/rekordergebnis-im-mega-messejahr-2025.html
2. Locations der Messe München: „Trade Fair Center Messe München”, abgerufen am 30. Juli 2026. https://locations.messe-muenchen.de/de/messe-muenchen/
3. Messe München GmbH: „Leitmessen der Messe München – Unser Messeportfolio”, abgerufen am 30. Juli 2026. https://messe-muenchen.de/de/unternehmen/messeportfolio/
4. Messe München GmbH: „Messehistorie”, abgerufen am 31. Juli 2026. https://messe-muenchen.de/de/unternehmen/geschichte/
5. Messe München GmbH: „Aufbruch in die neue Messewelt 1964–1973″, abgerufen am 30. Juli 2026. https://messe-muenchen.de/de/unternehmen/geschichte/aufbruch-in-die-neue-messewelt/
6. Messe München GmbH: „Entwicklung zum Global Player (1994–2003)” u.a., abgerufen am 31. Juli 2026. https://messe-muenchen.de/de/unternehmen/geschichte/entwicklung-zum-global-player/
7. Locations der Messe München: „ICM”, abgerufen am 30. Juli 2026. https://locations.messe-muenchen.de/de/icm/
8. Locations der Messe München: „CCN”, abgerufen am 30. Juli 2026. https://locations.messe-muenchen.de/de/ccn/
9. Locations der Messe München: „MOC”, abgerufen am 30. Juli 2026. https://locations.messe-muenchen.de/de/moc/
10. Messe München GmbH/Prognos AG: Pressemitteilung vom 19. Mai 2026. https://messe-muenchen.de/de/presse/pressemitteilungen/messe-muenchen-erzeugt-bundesweiten-wirtschaftseffekt.html
11. Messe München GmbH: „Nachhaltigkeit bei der Messe München”, abgerufen am 30. Juli 2026. https://messe-muenchen.de/de/unternehmen/nachhaltigkeit/
12. Messe München GmbH: „Sustainability at Messe München”, abgerufen am 31. Juli 2026. https://messe-muenchen.de/en/company/sustainability/
13. Messe München GmbH: „Anreise zum Trade Fair Center Messe München”, abgerufen am 30. Juli 2026. https://messe-muenchen.de/de/services/besuch-planen/anreise/messe-muenchen/
14. Messe München GmbH und Bundesverband Gesundheits-IT: Pressemitteilung vom 5. Februar 2026. https://messe-muenchen.de/de/presse/pressemitteilungen/dmea-findet-ab-april-2027-in-muenchen-statt.html
15.–21. Messe München GmbH: Veranstaltungsseiten EXPO REAL 2026, electronica 2026, BAU 2027, f.re.e 2027, transport logistic 2027, Laser World of Photonics 2027, World of Quantum 2027. https://messe-muenchen.de/de/veranstaltungen/

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