Zuletzt aktualisiert am 10. August 2026 von Selin Alica
IDS Köln 2027: Der globale Dentalmarkt trifft sich in Köln
Vom 16. bis 20. März 2027 wird Köln erneut zum internationalen Treffpunkt für Zahnmedizin und Zahntechnik. Die 42. Internationale Dental-Schau, kurz IDS, bringt Hersteller, Dentalhändler, Zahnarztpraxen, Dentallabore, Forschungseinrichtungen und spezialisierte Dienstleister auf dem Gelände der Koelnmesse zusammen. Die Messe ist ausschließlich für Fachbesucher zugänglich.
Die Dimension der Veranstaltung zeigt sich am Rückblick auf 2025: Damals präsentierten 2.010 Aussteller aus 61 Ländern ihre Produkte und Lösungen auf einer Brutto-Ausstellungsfläche von 180.000 Quadratmetern. Insgesamt kamen 135.267 Fachbesucher aus 156 Ländern nach Köln.
Auch für 2027 deutet sich frühzeitig eine starke internationale Beteiligung an. Nach Angaben der Veranstalter hatten bis zum 26. Mai 2026 bereits rund 1.000 Unternehmen aus mehr als 50 Ländern ihre Teilnahme bestätigt und Flächen gesichert. Dabei handelt es sich um einen Zwischenstand und noch nicht um die endgültige Ausstellerzahl.
Inhaltlich stehen unter anderem digitale Arbeitsabläufe, Künstliche Intelligenz, moderne Fertigungsverfahren, Prophylaxe, Hygiene und nachhaltigere Lösungen im Mittelpunkt. Die IDS bildet dabei nicht nur einzelne Produktgruppen ab. Sie zeigt, wie Diagnostik, Behandlung, Labor, Software, Werkstoffe und Organisation zunehmend zu durchgängigen Systemen zusammenwachsen.
IDS Köln 2027 im Überblick
| Merkmal | Stand August 2026 |
|---|---|
| Vollständiger Name | IDS – Internationale Dental-Schau |
| Termin | 16. bis 20. März 2027 |
| Veranstaltungsort | Koelnmesse, Messegelände Köln-Deutz |
| Ausgabe | 42. IDS |
| Turnus | alle zwei Jahre |
| Öffnungszeiten für Besucher | täglich 9:00 bis 18:00 Uhr |
| Öffnungszeiten für Aussteller | täglich 8:00 bis 19:00 Uhr |
| Zutritt | ausschließlich für Fachbesucher |
| Hallen | 1, 2, 3, 4, 5, 10 und 11 |
| Veranstalter | GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH |
| Durchführung | Koelnmesse GmbH |
| Vergleichszahlen 2025 | 2.010 Aussteller, 135.267 Besucher, 180.000 m² |
| Früher Anmeldestand 2027 | rund 1.000 Unternehmen aus mehr als 50 Ländern |
| Nächster Termin nach 2027 | 13. bis 17. März 2029 |
Die sieben vorgesehenen Hallenbereiche sind über den Messeboulevard miteinander verbunden. Ein detaillierter interaktiver Hallenplan soll rechtzeitig vor der Veranstaltung zur Verfügung stehen.
Was ist die IDS?
Die IDS ist die nach eigener Einordnung der Veranstalter weltweit führende Fachmesse für das Dentalgeschäft. Sie deckt einen Markt ab, der von kleinen Präzisionsinstrumenten bis zu vollständigen Behandlungseinheiten, digitalen Bildgebungssystemen und automatisierten Fertigungsanlagen reicht.
Veranstalter ist die GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH. Sie ist das Wirtschaftsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie. Organisation und Durchführung liegen bei der Koelnmesse.
Die offiziellen Angebotsbereiche gliedern sich in vier große Gruppen:
- Produkte und Systeme für den zahnärztlichen Bereich
- Produkte und Einrichtungen für den zahntechnischen Bereich
- Infektionsschutz, Hygiene und Wartung
- Dienstleistungen sowie Informations-, Kommunikations- und Organisationssysteme
Hinter diesen Oberbegriffen steht ein sehr breites Angebot. Dazu gehören beispielsweise Diagnostik, Implantologie, Prophylaxe, restaurative Zahnmedizin, Kieferorthopädie, Endodontie, Labortechnik, Werkstoffe, CAD/CAM-Systeme, 3D-Druck, Praxissoftware, Aufbereitungstechnik und Dienstleistungen für Praxen und Labore.
Die IDS unterscheidet sich damit von allgemeineren Medizin- oder Gesundheitsmessen. Ihr Schwerpunkt liegt vollständig auf den fachlichen, technischen und wirtschaftlichen Anforderungen der Zahnmedizin und Zahntechnik.
Der aktuelle Stand der IDS 2027
Die Ausstelleranmeldung für 2027 wurde im Frühjahr 2026 geöffnet. Bereits kurz nach dem Start meldeten die Veranstalter eine hohe Nachfrage. Bis Ende Mai hatten rund 1.000 Unternehmen aus mehr als 50 Ländern ihre Teilnahme bestätigt.
Diese Zahl lässt noch keinen direkten Vergleich mit den endgültigen Ergebnissen von 2025 zu. Bis zum Messebeginn können weitere Einzelunternehmen, Gruppenbeteiligungen und internationale Gemeinschaftsstände hinzukommen.
Der frühe Anmeldestand ist dennoch ein wichtiges Signal. Für viele Hersteller besitzt die IDS einen langen Planungsvorlauf. Produktneuheiten, internationale Vertriebskonzepte, technische Demonstrationen und mehrsprachige Präsentationen müssen teilweise viele Monate vor der Veranstaltung vorbereitet werden.
Gleichzeitig bleiben verschiedene Informationen noch vorläufig. Dazu gehören insbesondere:
- die endgültige Ausstellerzahl
- die genaue Zuordnung aller Produktgruppen zu den Hallen
- das vollständige Veranstaltungsprogramm
- die konkrete Ausgestaltung digitaler Angebote
- Ticketarten und Eintrittspreise
- einzelne Service- und Bestellfristen
Der Ticket-Shop zur IDS 2027 soll nach aktuellem Stand drei Monate vor der Veranstaltung verfügbar sein. Konkrete Ticketarten und Eintrittspreise sind noch nicht veröffentlicht.
Der Beitrag trennt deshalb bestätigte Veranstaltungsdaten klar von Planungen und Zwischenständen.
Die IDS 2025 als Vergleichsmaßstab
Die Abschlusszahlen der IDS 2025 bilden die aktuell belastbarste Grundlage, um die Größe und internationale Bedeutung der Veranstaltung einzuordnen. An der Messe beteiligten sich:
- 2.010 Aussteller aus 61 Ländern
- davon 1.547 Aussteller aus dem Ausland
- 135.267 Fachbesucher aus 156 Ländern
- 180.000 Quadratmeter Brutto-Ausstellungsfläche
- verteilt auf sieben Hallen
Der Auslandsanteil unter den Ausstellern lag bei rund 77 Prozent. Bei den Besuchern kamen etwa 55 Prozent aus dem Ausland. Gegenüber der IDS 2023 stieg die Besucherzahl um mehr als 15 Prozent.
Diese Werte zeigen, dass die IDS nicht lediglich eine deutsche Branchenmesse mit internationaler Beteiligung ist. Der überwiegende Teil der ausstellenden Unternehmen kam 2025 aus dem Ausland. Gleichzeitig blieb Deutschland als großer Dentalmarkt, Produktionsstandort und Forschungsraum ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung.
Nach einer später veröffentlichten Veranstalterauswertung trafen 2025 mehr als 95 Prozent der deutschen Unternehmen ihre wichtigsten Geschäftspartner. Nahezu alle befragten internationalen Aussteller erreichten nach Veranstalterangaben ihre zentralen Kunden.
Solche Befragungswerte sind keine Garantie für den Erfolg jedes einzelnen Ausstellers. Sie zeigen jedoch, dass die Messe für einen großen Teil der beteiligten Unternehmen relevante Geschäftskontakte ermöglicht.
Warum die IDS den Innovationszyklus der Dentalbranche prägt
Die IDS ist nicht nur eine Präsentationsfläche für bereits eingeführte Produkte. Nach Angaben von VDDI und Koelnmesse richten Hersteller Teile ihrer Produktentwicklung und ihrer Markteinführungen gezielt auf den zweijährigen Messetermin aus. Dadurch beeinflusst die Veranstaltung unter anderem:
- den Zeitpunkt internationaler Produktpremieren
- die Vorstellung neuer Gerätegenerationen
- Software- und Systemupdates
- die Einführung neuer Werkstoffe
- Gespräche mit Händlern und Distributoren
- Entscheidungen über internationale Markteintritte
- Investitionsplanungen von Praxen und Laboren
Bei komplexen Geräten und Systemen reichen Produktbilder oder technische Datenblätter häufig nicht aus. Fachbesucher möchten sehen, wie ein System bedient wird, welche Ergebnisse es liefert und wie es sich in vorhandene Prozesse integrieren lässt.
Die Messe ermöglicht es, mehrere Anbieter an einem Ort zu vergleichen. Fragen zu Software, Materialien, Wartung, Schnittstellen, Schulungen und Folgekosten können direkt mit Produktentwicklern, Anwendungsspezialisten und Vertriebspartnern besprochen werden.
Gerade bei langfristigen Investitionen ist dieser Vergleich relevant. Ein niedriger Anschaffungspreis besitzt nur begrenzte Aussagekraft, wenn Verbrauchsmaterialien, Lizenzmodelle, Wartung oder fehlende Schnittstellen später hohe Folgekosten verursachen.
Digitale Zahnmedizin wird zum zusammenhängenden Arbeitsablauf
Digitalisierung bildet auf der IDS keinen isolierten Ausstellungsbereich mehr. Sie verbindet zunehmend mehrere Stufen der zahnmedizinischen und zahntechnischen Versorgung. Dazu gehören unter anderem:
- digitales und dreidimensionales Röntgen
- Intraoralscanner und digitale Abformung
- computergestützte Behandlungsplanung
- CAD/CAM-Konstruktion
- Fräs- und Schleiftechnik
- additive Fertigung
- digitale Implantatplanung
- Praxis- und Laborsoftware
- cloudbasierter Datenaustausch
- digitale Dokumentation und Patientenkommunikation
Für Praxen und Labore verschiebt sich damit die zentrale Frage. Nicht mehr nur die Leistung eines einzelnen Geräts entscheidet. Relevant wird, ob mehrere Systeme zuverlässig und ohne unnötige Medienbrüche zusammenarbeiten.
Ein Intraoralscanner kann beispielsweise Daten für eine Planung oder zahntechnische Fertigung liefern. Der praktische Nutzen hängt aber davon ab, ob diese Daten korrekt weiterverarbeitet, mit zusätzlichen Bildinformationen verbunden und an das gewünschte Labor- oder Fertigungssystem übertragen werden können.
Fachbesucher sollten deshalb nicht nur nach einzelnen Funktionen fragen, sondern den vollständigen Arbeitsablauf prüfen:
- Wo entstehen die Daten?
- In welchem Format werden sie gespeichert?
- Welche weiteren Systeme können sie verarbeiten?
- Welche manuellen Zwischenschritte bleiben erforderlich?
- Wo entstehen Lizenz-, Speicher- oder Übertragungskosten?
- Wie werden Datenschutz und Zugriff geregelt?
- Was geschieht bei einem späteren Anbieterwechsel?
Für Aussteller bedeutet dies, dass ein einzelner Bildschirm oder ein isoliertes Gerät häufig nicht genügt. Überzeugender ist ein nachvollziehbar dargestellter Prozess vom Ausgangsbefund bis zum Ergebnis.
Künstliche Intelligenz zwischen Befund und Assistenz
Künstliche Intelligenz gehört zu den angekündigten Schwerpunkten der IDS 2027. Bereits der fachliche Rückblick auf die Veranstaltung von 2025 nennt konkrete Einsatzfelder in der Bildgebung und Diagnostik. Dokumentiert wurden unter anderem Anwendungen, die:
- Röntgenaufnahmen automatisiert vorstrukturieren
- mögliche kariöse Veränderungen markieren
- Befunde in einem Zahnschema darstellen
- Orientierungspunkte für kieferorthopädische Analysen setzen
- farbliche Visualisierungen für die Patientenkommunikation erzeugen
- Bildinformationen aus verschiedenen diagnostischen Verfahren zusammenführen
Solche Systeme ersetzen nicht automatisch die fachliche Beurteilung. Sie können Untersuchungen vorbereiten, Auffälligkeiten hervorheben oder wiederkehrende Arbeitsschritte beschleunigen. Die endgültige Kontrolle und medizinische Einordnung bleibt Aufgabe der behandelnden Fachperson.
Für Besucher der IDS stellen sich daher nicht nur Fragen zur Erkennungsleistung einer Software. Ebenso wichtig sind:
- die Qualität und Herkunft der Trainingsdaten
- die Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse
- mögliche Fehlalarme oder übersehene Befunde
- die Einbindung in vorhandene Software
- Datenschutz und Datenspeicherung
- Dokumentation und Freigabeprozesse
- Zulassung und vorgesehener Verwendungszweck
Anbieter müssen deshalb mehr zeigen als eine auffällige Benutzeroberfläche. Entscheidend ist, an welcher Stelle des tatsächlichen Arbeitsprozesses das System unterstützt und wo seine Grenzen liegen.
Zahntechnik zwischen Handwerk und automatisierter Fertigung
Die Zahntechnik gehört seit den Anfängen der Dental-Schau zu den zentralen Bestandteilen der IDS. Heute verbindet sie handwerkliches Können mit digitaler Konstruktion, automatisierten Maschinen und neuen Werkstoffen. Auf der Messe treffen unter anderem folgende Anbietergruppen aufeinander:
- Dentallabore und Fräszentren
- Hersteller von Labor- und Intraoralscannern
- Anbieter von Konstruktionssoftware
- Hersteller von Fräs- und Schleifmaschinen
- Anbieter additiver Fertigungssysteme
- Hersteller von Keramiken, Kunststoffen und Metalllegierungen
- Produzenten von Öfen, Werkzeugen und Instrumenten
- Dienstleister für Labororganisation und Auftragsmanagement
Für Dentallabore entsteht daraus eine Vielzahl möglicher Fertigungsketten. Arbeitsschritte können vollständig im eigenen Betrieb, teilweise über externe Partner oder in zentralen Fertigungszentren ausgeführt werden. Bei der Bewertung einer Lösung sollten daher nicht nur Anschaffungspreis und Produktionsgeschwindigkeit berücksichtigt werden. Relevant sind ebenso:
- freigegebene Werkstoffe und Anwendungen
- notwendige Nachbearbeitung
- Reinigungs- und Aushärtungsprozesse
- Softwarekompatibilität
- erreichbare Präzision
- Wiederholbarkeit der Ergebnisse
- Wartung und technischer Support
- Qualifizierungsbedarf der Beschäftigten
Die IDS ermöglicht es, diese Faktoren nicht nur einzeln, sondern im direkten Vergleich mehrerer Hersteller zu betrachten.
Prophylaxe und Prävention gewinnen an technischer Tiefe
Prophylaxe umfasst längst nicht mehr nur klassische Zahnbürsten, Pasten und Mundspüllösungen. Digitale Unterstützung, individualisierte Empfehlungen und neue diagnostische Möglichkeiten erweitern den Bereich. Die Angebotspalette kann unter anderem Lösungen für folgende Aufgaben umfassen:
- professionelle Zahnreinigung
- häusliche Mundpflege
- Karies- und Parodontalprophylaxe
- Fluoridanwendung
- Reinigung von Zahnzwischenräumen und Zunge
- individuelle Patientenführung
- digitale Motivation und Verlaufskontrolle
- Prävention für unterschiedliche Alters- und Risikogruppen
Für Praxen ist entscheidend, ob Produkte tatsächlich in ein bestehendes Prophylaxekonzept passen. Ein technisch aufwendiges System besitzt nur dann einen praktischen Nutzen, wenn es vom Team sicher angewendet, dem Patienten verständlich erklärt und dauerhaft in den Behandlungsablauf integriert werden kann.
Auf der IDS können Praxisteams daher nicht nur einzelne Produkte testen. Sie können auch vergleichen, wie Hersteller Schulung, Patientenkommunikation, Dokumentation und Nachbetreuung miteinander verbinden.
Hygiene und Infektionsschutz bleiben zentrale Betriebsvoraussetzungen
Produkte für Hygiene und Aufbereitung erhalten auf einer innovationsorientierten Messe häufig weniger Aufmerksamkeit als Scanner, Robotik oder Künstliche Intelligenz. Für den sicheren Betrieb von Praxis und Labor sind sie jedoch unverzichtbar. Der Bereich umfasst unter anderem:
- Reinigung und Desinfektion
- Sterilisations- und Aufbereitungstechnik
- Verpackungs- und Dokumentationssysteme
- Absaug- und Filtersysteme
- Wasser- und Luftaufbereitung
- Einweg- und Mehrwegprodukte
- persönliche Schutzausrüstung
- Wartungs- und Kontrolllösungen
Innovationen zeigen sich hier häufig in Prozessverbesserungen: kürzere Aufbereitungszeiten, geringerer Verbrauch, automatisierte Dokumentation, verbesserte Materialverträglichkeit oder eine einfachere Einbindung in bestehende Hygieneketten.
Für eine überzeugende Messepräsentation sollten Hersteller den vollständigen Ablauf sichtbar machen. Ein geschlossenes Gerät oder ein einzelner Behälter erklärt noch nicht, welche Arbeitsschritte entfallen und welche Vorteile gegenüber einer bestehenden Lösung entstehen.
Nachhaltigkeit benötigt überprüfbare Aussagen
Nachhaltigkeit gehört ebenfalls zu den angekündigten Schwerpunkten der IDS 2027. Der Begriff kann sich in der Dentalbranche auf sehr unterschiedliche Aspekte beziehen:
- Energie- und Wasserverbrauch
- Lebensdauer und Reparierbarkeit
- Material- und Verpackungsaufwand
- Wartungsintervalle
- Mehrweg- und Aufbereitungskonzepte
- digitale Datenübertragung
- Transport- und Lieferprozesse
- Entsorgung und Wiederverwertbarkeit
Nicht jede digitale oder materialsparende Lösung ist automatisch nachhaltiger. Ein neuer Prozess kann an einer Stelle Material reduzieren, gleichzeitig aber zusätzliche Geräte, Rechenleistung oder Verbrauchsmaterialien benötigen.
Belastbare Nachhaltigkeitskommunikation sollte deshalb konkrete Vergleichswerte nennen. Dazu gehören beispielsweise Verbrauch pro Anwendung, erwartbare Lebensdauer, austauschbare Komponenten oder nachweislich eingesparte Prozessschritte.
Für Fachbesucher ist die IDS eine Gelegenheit, solche Aussagen zu hinterfragen und unterschiedliche Konzepte miteinander zu vergleichen. Für Aussteller ist sie zugleich ein Umfeld, in dem allgemeine Umweltversprechen ohne nachvollziehbare Bezugsgröße schnell an Glaubwürdigkeit verlieren.
Für welche Besucher ist die IDS relevant?
Die IDS richtet sich ausschließlich an Fachbesucher. Zu den offiziellen Zielgruppen zählen:
- Zahnärzte und Praxisinhaber
- angestellte Zahnärzte
- zahnmedizinisches Praxispersonal
- Zahntechniker und Dentallabore
- Dentalfachhandel und Depots
- Hersteller und Importeure
- Dienstleistungsunternehmen
- Forschung und Entwicklung
- Auszubildende und Studierende
Die Interessen dieser Gruppen unterscheiden sich deutlich. Praxisinhaber achten stärker auf Investitions- und Betriebskosten, Praxisteams auf Bedienbarkeit und Hygiene, Labore auf Werkstoffe und Schnittstellen, Händler auf Marktpotenzial und Lieferfähigkeit.
Welchen Informationswert bietet die IDS für Fachbesucher?
Der Informationswert der IDS liegt im direkten Vergleich: Fachbesucher können Geräte testen, technische Fragen klären und Wartung, Schulung, Kosten sowie Kompatibilität gegenüberstellen.
Wer mehrere Veranstaltungen in seine Jahresplanung einbeziehen möchte, findet weitere Termine im Messekalender von displayhersteller.
Welche Chancen bietet die IDS für Aussteller?
Für Aussteller bietet die IDS Zugang zu internationalem Fachpublikum, Handelspartnern und Multiplikatoren – etwa für Produktneuheiten, Vertriebsausbau, Partnerpflege und Live-Demonstrationen.
Kernbotschaften und Kontaktmöglichkeiten sollten mindestens auf Deutsch und Englisch verfügbar sein; im Standteam helfen klare Zuständigkeiten zwischen Vertrieb, Technik und Anwendung.
Was einen IDS-Messestand besonders macht
Die Anforderungen an einen Messestand auf der IDS unterscheiden sich je nach Produktart und Zielgruppe. Fünf Aspekte spielen dabei besonders häufig eine Rolle.
Kleine Produkte müssen aus der Entfernung verständlich werden
Bei Instrumenten, Implantatkomponenten oder Werkstoffdetails helfen Makroaufnahmen, Schnittmodelle und digitale Detailansichten. Die tatsächliche Größe und Anwendung sollten dabei erkennbar bleiben.
Digitale Produkte brauchen einen konkreten Anwendungsfall
Software sollte nicht nur auf einem Bildschirm gezeigt, sondern entlang eines realistischen Anwendungsfalls erklärt werden: Ausgangsdaten, Verarbeitung, unterstützte Entscheidung und Ergebnis.
Demonstration und Beratung benötigen getrennte Bereiche
Live-Demonstrationen ziehen Aufmerksamkeit an, sollten vertiefte Gespräche aber nicht stören. Eine räumliche oder zeitliche Trennung von Vorführung und Beratung schafft dafür klare Abläufe.
Nachweise müssen schnell verfügbar sein
Für Fragen zu Zulassungen, Normen, Studien, Werkstoffen und Wartung sollten belastbare Nachweise schnell verfügbar sein. Unbelegte Wirkungsversprechen sind ungeeignet.
Produkt- und Markenschutz mitdenken
Koelnmesse unterstützt Aussteller beim Schutz vor Produktpiraterie und Markenmissbrauch. Bei konkreten Verdachtsfällen während einer Veranstaltung kann sie Kontakte zu geeigneten Fachstellen vermitteln. Wiederholte Schutzrechtsverletzungen können nach Angaben der Koelnmesse Konsequenzen für die Messeteilnahme haben. Hersteller mit schutzbedürftigen Neuheiten sollten vorab bestehende Schutzrechte und interne Abläufe für Verdachtsfälle klären.
Eine aktuelle Grundlage für Standplanung, Personal, Kommunikation und Nachbereitung bieten die Checklisten zur Messevorbereitung von displayhersteller.
IDSconnect als digitale Ergänzung
IDSconnect ergänzt die physische Messe seit 2021 um digitale Funktionen. Für die IDS 2025 konnten Besucher bereits vor dem Messestart nach Ausstellern, Produkten und Veranstaltungen suchen und Kontakte vorbereiten.
Während der Veranstaltung standen unter anderem digitale Präsentationen, Fachinhalte und Networkingfunktionen zur Verfügung. Nach Messeschluss blieb die Plattform bis zum 30. Juni 2025 online. Dadurch konnten Inhalte erneut aufgerufen und Kontakte weiterbearbeitet werden.
Welche Funktionen IDSconnect 2027 im Einzelnen bieten wird, sollte vor der Veranstaltung anhand der aktuellen Informationen geprüft werden.
Unabhängig vom späteren Funktionsumfang sollten digitale und physische Präsenz aufeinander abgestimmt sein. Unternehmensbeschreibung, Ansprechpartner, Produktnamen, Bilder und Kernbotschaften müssen auf dem Messestand und im digitalen Profil übereinstimmen.
Von 29 Ausstellern zum globalen Dentalmarkt
Die Geschichte der IDS begann 1923. Der damalige Verband der Deutschen Dental-Fabrikanten veranstaltete im Berliner Zoo seine erste nationale Dental-Schau. 29 Unternehmen präsentierten sich auf einer Fläche von rund 350 Quadratmetern.
Bis 1928 wurde die Dental-Schau zunächst jährlich durchgeführt. Bereits in dieser Phase beteiligten sich erste ausländische Unternehmen.
Die zehnte Veranstaltung fand 1937 in Düsseldorf statt und trug erstmals den bis heute verwendeten Namen „Internationale Dental-Schau”. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Veranstaltung 1951 in Hamburg fortgesetzt. Danach wechselte sie zwischen mehreren deutschen Messestädten.
Zu den früheren Veranstaltungsorten gehörten unter anderem Hamburg, Düsseldorf, München, Frankfurt, Stuttgart und Köln. Bereits 1962 fand eine IDS in Köln statt. Weitere Kölner Ausgaben folgten.
Die 25. IDS wurde 1992 in Köln durchgeführt. Seit diesem Jahr findet die Veranstaltung ausschließlich dort statt. Seit 1995 wird sie im zweijährigen Rhythmus in Köln veranstaltet.
Die Entwicklung verdeutlicht den Wandel des Dentalmarktes. Aus einer nationalen Produktschau mit 29 Ausstellern wurde eine internationale Fachmesse mit mehr als 2.000 beteiligten Unternehmen.
Die Koelnmesse als Standort der IDS
Die IDS findet auf dem Messegelände in Köln-Deutz statt. Für 2027 sind die Hallen 1, 2, 3, 4, 5, 10 und 11 vorgesehen.
Der ICE-Bahnhof Köln Messe/Deutz befindet sich unmittelbar am Messegelände; S-Bahn sowie Stadt- und U-Bahn-Haltestellen liegen in fußläufiger Nähe zu den Eingängen.
Für Besucher stellt die IDS offizielle Informationen zu Anreise und Aufenthalt bereit. Bei internationaler Anreise ist eine frühzeitige Reise- und Unterkunftsplanung sinnvoll.
Weitere Informationen zum Gelände, zur Verkehrsanbindung und zu wichtigen Veranstaltungen bietet der Beitrag über den Messestandort Köln.
Öffnungszeiten, Aufbau und Abbau
Die IDS 2027 findet von Dienstag, 16. März, bis Samstag, 20. März 2027, statt. Für Fachbesucher ist die Messe täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Aussteller können die Hallen täglich von 8:00 bis 19:00 Uhr nutzen.
Für den Aufbau gelten nach aktuellem Stand folgende Zeiten:
| Datum | Aufbauzeit |
|---|---|
| 9. bis 13. März 2027 | 7:00 bis 24:00 Uhr |
| 14. März 2027 | 0:00 bis 24:00 Uhr |
| 15. März 2027 | 0:00 bis 20:00 Uhr |
Der Aufbau muss am Montag, 15. März 2027, spätestens um 20:00 Uhr abgeschlossen sein. Zu diesem Zeitpunkt müssen auch die Hallengänge vollständig frei sein.
Der Abbau beginnt am Samstag, 20. März 2027, um 18:00 Uhr. Ein früherer Abbau oder das vorzeitige Verpacken von Exponaten ist nach den veröffentlichten Bedingungen nicht zulässig.
| Datum | Abbauzeit |
|---|---|
| 20. März 2027 | 18:00 bis 24:00 Uhr |
| 21. März 2027 | 0:00 bis 24:00 Uhr |
| 22. März 2027 | 7:00 bis 24:00 Uhr |
| 23. März 2027 | 7:00 bis 18:00 Uhr |
Aussteller sollten zusätzlich die jeweiligen Bestellfristen für Strom, Wasser, Druckluft, Logistik, Standveranstaltungen und weitere Serviceleistungen berücksichtigen. Da sich einzelne Fristen ändern können, bleibt der aktuelle Ausstellerbereich der IDS maßgeblich.
Häufige Fragen zur IDS Köln 2027
Die wichtigsten Fragen zu Termin, Ausstellern, Hallen und Ablauf im Überblick.
Wann findet die IDS Köln 2027 statt?
Die 42. IDS findet vom 16. bis 20. März 2027 auf dem Gelände der Koelnmesse statt.
Wie sind die Öffnungszeiten?
Fachbesucher können die Messe täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr besuchen. Für Aussteller sind die Hallen von 8:00 bis 19:00 Uhr zugänglich.
Ist die IDS für Privatbesucher geöffnet?
Nein. Die IDS ist eine Fachmesse und ausschließlich für Fachbesucher aus der Dentalbranche und angrenzenden Bereichen vorgesehen.
Wie viele Aussteller werden 2027 erwartet?
Eine endgültige Ausstellerzahl liegt noch nicht vor. Bis zum 26. Mai 2026 hatten nach Veranstalterangaben rund 1.000 Unternehmen aus mehr als 50 Ländern ihre Teilnahme bestätigt. Bei der IDS 2025 beteiligten sich insgesamt 2.010 Aussteller.
Wie viele Besucher hatte die IDS 2025?
Die offizielle Statistik nennt 135.267 Fachbesucher aus 156 Ländern. Rund 55 Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland.
Welche Hallen nutzt die IDS 2027?
Vorgesehen sind die Hallen 1, 2, 3, 4, 5, 10 und 11. Die Bereiche werden durch den zentralen Messeboulevard miteinander verbunden.
Welche Themen stehen 2027 im Mittelpunkt?
Angekündigt sind insbesondere digitale Transformation, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und die Förderung des Branchennachwuchses. Daneben deckt die Messe das gesamte Angebot für Zahnarztpraxen, Dentallabore und Dentalhandel ab.
Wer veranstaltet die IDS?
Veranstalter ist die GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH, das Wirtschaftsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie. Die Koelnmesse übernimmt Durchführung und Organisation.
Wann beginnt der Aufbau?
Nach den aktuell veröffentlichten Auf- und Abbauzeiten ist der Aufbau vom 9. bis 15. März 2027 vorgesehen. Er muss am 15. März spätestens um 20:00 Uhr abgeschlossen sein.
Bis wann ist der Abbau möglich?
Der Abbau beginnt am 20. März um 18:00 Uhr und endet nach aktuellem Terminplan am 23. März 2027 um 18:00 Uhr. Die folgende IDS ist für den 13. bis 17. März 2029 vorgesehen.
Fazit: Die IDS verbindet Technik, Markt und Anwendung
Die IDS Köln nimmt innerhalb der Dentalbranche eine besondere Position ein. Sie verbindet einen international besetzten Ausstellermarkt mit konkreten Anwendungen für Praxis, Labor, Handel und Forschung.
Die Ergebnisse von 2025 zeigen die Größenordnung: mehr als 2.000 Aussteller, über 135.000 Fachbesucher und eine Beteiligung aus mehr als 150 Besucherländern. Der frühe Anmeldestand für 2027 deutet darauf hin, dass die Messe erneut eine breite internationale Marktübersicht bieten wird.
Für Fachbesucher liegt der Wert vor allem im direkten Vergleich. Geräte, Werkstoffe, Software und vollständige Arbeitsabläufe können innerhalb weniger Tage untersucht und mit den jeweiligen Spezialisten besprochen werden.
Für Aussteller entsteht Zugang zu Händlern, Anwendern, Entwicklungspartnern und internationalen Entscheidern. Die hohe Zahl konkurrierender Angebote verlangt jedoch eine klare Positionierung. Erfolgreich ist nicht automatisch der größte Stand, sondern der Auftritt, der ein relevantes Problem verständlich macht, die eigene Lösung nachvollziehbar zeigt und anschließend ein qualifiziertes Fachgespräch ermöglicht.
Quellen und Datenstand
Datenstand: 7. August 2026. Ausstellerzahlen, Hallenzuordnungen, Programm, Ticketinformationen, digitale Angebote und Servicefristen können bis zur IDS 2027 ergänzt oder verändert werden.
1. IDS / Koelnmesse: „Daten und Fakten zur IDS”, Veranstaltungsdaten, Angebotsbereiche, Zielgruppen, Hallenbelegung, Öffnungszeiten und Organisation der IDS 2027, abgerufen am 5. August 2026. https://www.ids-cologne.de/die-messe/ids/daten-und-fakten/
2. IDS / Koelnmesse: „Das war die IDS 2025″, offizielle Aussteller-, Besucher-, Länder- und Flächenzahlen, abgerufen am 5. August 2026. https://www.ids-cologne.de/die-messe/rueckblick/
3. IDS / Koelnmesse: „Die Zukunft der Dentalbranche lebt in Köln: Die Weltleitmesse der Zahnmedizin und Zahntechnik erwartet weiteres Wachstum”, Pressemitteilung vom 12. Januar 2026. https://www.ids-cologne.de/pressemitteilungen/pm_0200_2027_1_DE.xml
4. IDS / Koelnmesse: „Starker Anmeldestart für IDS 2027 setzt ein Marktsignal”, Pressemitteilung vom 26. Mai 2026. https://www.ids-cologne.de/pressemitteilungen/pm_0200_2027_3_DE.xml
5. IDS / Koelnmesse: „Impulse, Innovation, IDS: Weltleitmesse führt Dentalwelt in die Zukunft”, Schlussbericht vom 29. März 2025. https://www.ids-cologne.de/pressemitteilungen/pm_0200_2025_23_DE.xml
6. IDS / Koelnmesse: „Weltleitmesse Internationale Dental-Schau in Köln wirkt in die Zukunft”, fachlicher Rückblick auf die Innovationen der IDS 2025, veröffentlicht am 16. April 2025. https://www.ids-cologne.de/pressemitteilungen/pm_0200_2025_24_DE.xml
7. IDS / Koelnmesse: „IDSconnect 2025: Die digitale IDS-Erweiterung startet am 10. März mit neuen Features”, Pressemitteilung vom 11. März 2025. https://www.ids-cologne.de/pressemitteilungen/pm_0200_2025_20_DE.xml
8. Verband der Deutschen Dental-Industrie: „IDS Internationale Dental-Schau”, historische Entwicklung von 1923 bis zum festen Standort Köln, abgerufen am 5. August 2026. https://100.vddi.de/category/ids-internationale-dental-schau/
9. IDS / Koelnmesse: „Auf- und Abbauzeiten zur IDS 2027″, vollständiger Aufbau- und Abbauplan, abgerufen am 5. August 2026. https://www.ids-cologne.de/fuer-aussteller/messestand-auf-abbau/auf-und-abbauzeiten/
10. IDS / Koelnmesse: „Hallenpläne”, Geländeplan und Verbindung der Hallenbereiche über den Messeboulevard, abgerufen am 5. August 2026. https://www.ids-cologne.de/ids-cologne-aussteller/hallenplan/
11. IDS / Koelnmesse: „Schutz vor Produktpiraterie”, Informationen zu „No Copy! Pro Original!”, abgerufen am 5. August 2026. https://www.ids-cologne.de/schutz-vor-produktpiraterie/
12. IDS / Koelnmesse: „IDS erreicht neue Dimensionen”, Termine der IDS 2027 und 2029, abgerufen am 5. August 2026. https://www.ids-cologne.de/die-messe/ids/
13. IDS / Koelnmesse: „Neue Impulse für die zahnärztliche Prophylaxe”, Pressemitteilung vom 3. März 2026, abgerufen am 7. August 2026. https://www.ids-cologne.de/pressemitteilungen/pm_0200_2027_2_DE.xml
14. IDS / Koelnmesse: „Tickets kaufen”, Information zum Start des Ticket-Shops für die IDS 2027, abgerufen am 7. August 2026. https://www.ids-cologne.de/die-messe/tickets/tickets-kaufen/
15. IDS / Koelnmesse: „Anreise nach Köln zur IDS”, Informationen zu Bahn und öffentlichem Nahverkehr am Messegelände, abgerufen am 7. August 2026. https://www.ids-cologne.de/die-messe/anreise-aufenthalt/anreise/
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